Wir treffen uns immer Mittwochs ab 19 Uhr- derzeit allerdings noch an wechselnden Orten. Wer Interesse hat uns kennenzulernen und bei uns mitzumachen, kann das Kontaktformular oder unser Forum nutzen.
auf der Webseite der Freien Arbeiter und ArbeiterInnen Union (kurz FAU) Aachen. Auf den folgenden Seiten möchten wir uns und unsere Arbeit interessierten BesucherInnen vorstellen. Grundsätzliche Informationen zu unseren Zielen und Arbeitsschwerpunkten findet mensch unter diesen Links:
Unter dem Motto:"Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus - Nehmen wir unser Leben in die eigenen Hände" veranstaltet die Fau-Aachen am 9. Mai ein Solikonzert im Autonomen Zentrum Aachen (AZ). Weil der 8. Mai - der eigentliche und offizielle Gedenktag - in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt, feiern wir am 9. Mai nach. Denn: wir wollen es krachen lassen.
Zu diesem Zweck spielen folgende Bands (Reihenfolge zufällig gewählt) auf:
Der Eintrittspreis beträgt 5 € + 2 € Soli (dafür gibts einen schicken UnterstützerInnen-Button). Einlass ist ab 20 Uhr, richtig los mit Live-Mukke gehts ab 21 Uhr. Ende offen, weil DJ legt auf!
Ausserdem:
T-Shirts, Aufnäher, Platten, CDs, etc. von unserer Lieblings-Distro.
Alle Einnahmen des Konzerts fliessen in die gewerkschaftliche / politische Arbeit der FAU-Aachen. Was wir so machen könnt ihr auf dieser Webseite nachlesen.
Update: Die Ramones Cover-Band mußte leider absagen. Derzeit stehen wir in Verhandlungen mit einem "Spezial Guest". Lekka veganes
Essen gibts nur für die Bands, weil die VoKü leider auch absagen mußte.
Die Zukunft des Konzepts „Streik“ - Aspekte gewerkschaftlichen Widerstands im globalen Kapitalismus
Der nachfolgende Text erschien gekürzt
unter folgendem Titel: Bewernitz, Torsten 2008: Streik – ein Konzept
mit Zukunft? Aspekte gewerkschaftlichen Widerstands im globalen
Kapitalismus. In: Haug, Christoph; Rudi Maier und Berit Schröder
(Hrsg.) 2008: Kampf um Teilhabe. Akteure – Orte –Strategien.
VSA-Verlag, Hamburg.
Im Herbst 2008 wird im Unrast-Verlag eine
ausführlich überarbeitete Version dieses Beitrags gemeinsam mit anderen
Beiträgen erscheinen: Bewernitz, Torsten (Hrsg.) 2008: Streik.
Geschichte, Gegenwart, Zukunft. Unrast-Verlag, Münster.
Zum Thema "Rassismus, Fremdenhass und Rechtsradikalismus"wird in der Sondersitzung des Hauptausschusses am morgigen Mittwoch, 7. Mai (15 Uhr) im Rat(haus) der Stadt Aachen beraten und diskutiert werden.
Auf der Tagesordnung steht ein Impulsreferat von Professor Dr.
Emmanuel Richter und Richard Gebhardt, M.A., vom Institut für
Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen zu diesem Thema.
Des
Weiteren wird Polizeipräsident Klaus Oelze über das rechtsradikale
Gewaltpotenzial in der Region referieren.
Erste Eindrücke vom Euromayday und den Karlspreisprotesten 2008 in Aachen vermittelt der folgende vorläufige Bericht und das Video. Anmerkung zum Video: Gegen Ende des Clips ist
die brutale Festnahme zweier Lütticher Euromayday-Aktivisten bei der
Räumung der Fahrbahn vor dem Hauptbahnhof zu sehen.
Shutdown Europe, Karlspreisprotest
und Euromayday in Aachen: Hunderte gegen Merkel
Hunderte Menschen haben gegen die Karlspreisverleihung an Angela Merkel
in Aachen demonstriert. An der Euromayday-Parade nahmen rund 850
DemonstrantInnen teil. Polizeiübergriffe gegen Linke. Einige erste Infos
aus Aachen.
Im folgenden Abschnitt dokumentieren wir eine unvollständige Sammlung von Redebeiträgen, Aufrufen und sonstigen Texten aus der FAU-IAA und der IAA zum 1. Mai 2008.
Soziale Frage: Rechtsradikale setzen auf antikapitalistische Parolen - auch in Betrieben. Gewerkschaften halten dagegen
Eine gefährliche Diskrepanz tut sich auf: Rechtsradikales Gedankengut
breitet sich weiter aus, mancherorts wachsen die Netzwerke der
Rechtsextremen. Und trotzdem ist der Kampf dagegen kein prominentes
Thema. Einer der Gründe ist, dass die Warnsysteme, auf welche Medien,
politische Apparate und die Öffentlichkeit reagieren, nicht Alarm
schlagen. Bei den letzten Landtagswahlen spielten rechte Parteien so gut
wie keine Rolle. Mit einem fremdenfeindlichen Wahlkampf erntete Roland
Koch in Hessen eine deftige Niederlage. Parteienforscher stellen sich
zwar die Frage, ob und wann eine sechste Partei kommt - aber diese Frage
klingt momentan eher theoretisch. Entsprechend wurden die Mühen der
SPD-regierten Bundesländer, neues Material für ein erneutes
NPD-Verbotsverfahren zusammenzutragen, ebenso zurückhaltend wahrgenommen
wie die Weigerung der CDU-regierten Länder, diese Anstrengungen zu
unterstützen.
Termin update im 2. Teil und Routen update im 1. Teil beachten!
Am ersten Mai wird Angela Merkel in Aachen mit dem EU-Oscar ausgezeichnet, dem
Internationalen Karlspreis. Nicolas Sarkozy wird ihr Festredner sein.
Eine Laune des Kalenders will es, dass in diesem Jahr der
Arbeiterkampftag mit dem christlichen Himmelfahrtstag zusammenfällt,
dem Tag, an dem der Preis der Eurokratie in Aachen traditionell
verliehen wird.
Das Duo beglückwünscht sich
selbst dazu, die EU nun vollkommen abgeschirmt zu haben von den
sozialen Forderungen der Menschen, die nach einem Ende der Religion
des Freien Marktes in Europa verlangen. Das neue europäische
Herrscherpaar verwandelt den Kontinent in einen Polizeistaat und
würde vermutlich am liebsten die ketzerische Bedeutung des Maifeiertags
samt der anarchistischen und sozialistischen Traditionen Europas
ausradieren.
Aktionen
Unter den Mottos Shutdown Europe und Mayday, Mayday! rufen breite Bündnisse aus AktivistInnen, HackerInnen,
KünstlerInnen, GewerkschafterInnen, migrantische Organisationen,
Schwulen- und Lesbengruppen, kritische RadfahrerInnen,
Medienkreative, radikale Linke aller Farben – rote, schwarze,
grüne, pinke, lilane, silberne – am 1. Mai zu Protesten gegen die Karlspreisverleihung in Aachen auf.
Sammelpunkt für die Shutdown Europe- Demo ist um 9:30 Uhr der Aachener Hauptbahnhof [siehe: Karte]. Diese Auftakt-Demo zieht pünktlich um 10 Uhr in Richtung Elisenbrunnen. Dort trifft sie auf Teile der DGB-Demo um gemeinsam ab 10:45 Uhr zum Marktplatz zu den eigentlichen Karlspreis-Protesten zu ziehen.
Zeitgleich (ab 10 Uhr) plant Attac Aachen eine satirische Aktion unter dem Motto "Mit dem Karlspreis ins Mittelalter", bei der es vom Lindenplatz zum Markt geht (siehe auch: Stadtplan). Es werden noch Mitwirkende in mittelalterlicher Verkleidung gesucht!
Im Anschluss an den Karlspreisprotest startet um 12:30 Uhr die Euro-Maydayparade - Parade der Prekarisierten, MigrantInnen und deren FreundInnen - in der Pontstraße.
Rund 850 Menschen, vorwiegend aus der Region Stolberg / Aachen, demonstrierten am 26. April unter dem Motto "Stolberg wird kein Wallfahrtsort – Neonazis stoppen" durch Stolberg. Aufgerufen zur Demonstration hatte unter anderem das Antifaschistischen Aktionsbündnisses Aachen. Der
Protest richtete sich
gegen einen von der NPD angemeldeten und bundesweit beworbenen
Aufmarsch. Es war der dritte Aufmarsch von Neonazis innerhalb der
vergangenen 3 Wochen. [Mehr dazu: Hintergründe zu den Aufmärschen von Neonazis in Stolberg].
Nach dem Auftakt auf dem Kaiserplatz führte der Protestzug die TeilnehmerInnen durch den Steinweg bis zum Willy-Brandt-Platz und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Im Anschluss versammelten sich Teile der DemonstrantInnen an den Absperrungen in der Nähe der Villa Lynen um lautstark gegen den "Trauermarsch" und die sich versammelnden Nazis zu protestieren, wo es kurzzeitig zu Rangeleien mit der Polizei kam. Die Abschlusskundgebung fand in Sichtweite der Neonazis statt und
dauerte nach Verhandlungen mit der Polizei bis zum Abzug der Rechten;
derweil begab sich ein Teil der DemonstrantInnen an den Bastiansweiher
und zur Absperrung Am Großen Rad, um den Aufmarsch nach Möglichkeit zu
stören. Die Proteste dauerten insgesamt mehr als 6 Stunden an.
Bundesweit beworbener Aufmarsch der NPD
Etwa 450 Neonazis folgten dem bundesweiten Aufruf "Gegen Ausländergewalt und Inländerfeindlichkeit – Kriminelle Ausländer raus!" der NPD. Ein Großaufgebot der Polizei - mehr als 1500 eingesetzte BeamtInnen aus Teilen von NRW und mit Unterstützung von BundespolizistInnen - ermöglichte den NeofaschistInnen den Weg von der Stolberger Stadthalle durch das hauptsächlich von MigrantInnen
bewohnte Stolberger Mühlenviertel. Der Demozug zog weiter zum Tatort in der Birkengangstraße
über die Eschweilerstraße zurück zur Abschlusskundgebung am
Bastiansweiher.
Wie auf einschlägigen Seiten zu lesen ist, waren als "prominente Gäste" und teilweise auf der Rednerliste vertreten: Udo Voigt (NPD-Parteichef), Peter Marx (NPD-Generalsekretär), Michael Schäfer (JN-Chef), Thorsten Heise (Mitglied des NPD-Bundesvorstandes), Sascha Wagner (stellvertretender NPD-Vorsitzender aus Rheinland-Pfalz), Axel Reitz (Neonazi aus Köln), Sven Skoda (Düsseldorf) und der Anmelder der Neonazidemo vom 12. April,
Christian Worch (Hamburg).
Gestern kündigte Christian Worch an, jährlich Trauermärsche für Kevin P. in Stolberg abzuhalten. Im schwedischen
Salem, in dem im Jahr 2000 ein Neonazi bei einer Auseinandersetzung mit
MigrantInnen starb, findet jährlich einer der größten
NS-Aufmärsche Europas statt. Da es neonazistischen Organisationen
anfangs gelang, ihren Aufmarsch als "Trauermarsch" darzustellen, hat
die Öffentlichkeit nicht reagiert.
Nachbarschaftsfest "Stolberg ist Bunt - nicht Braun" verboten
Das im Vorfeld für den Morgen des 26. April geplante Fest "Stolberg ist Bunt - nicht Braun" wurde von der Polizei verboten. Diese Entscheidung wurde am vergangenen Mittwoch zunächst mündlich mitgeteilt. Die Polizei hegte scheinbar
Sicherheitsbedenken, da das Fest im abgesperrten Stolberger Stadtteil
Mühle unmittelbar an den Ort der NPD-Kundgebung angrenzen sollte.
Beeinträchtigungen, Übergriffe und Ingewahrsamnahmen
AnwohnerInnen mussten zahlreiche Beeinträchtigungen wegen des Großeinsatzes der Polizei ertragen, es kam zu Übergriffen und
Gewahrsamnahmen gegen Neonazi-GegnerInnen: Etwa 17 AntifaschistInnen wurden wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz bzw.
Vermummungsverbot vorübergehend in Gewahrsam genommen.
5 Festnahmen gab es auf Seiten der RechtsextremistInnen, unter anderem wegen des mitführens von gefährlichen Gegenständen
wie Waffen.
Fest gegen Rechstextremismus und Fremdenhass
Bereits am Vorabend fand ein Fest des Stolberger Bündnisses gegen Radikalismus auf dem Jordansplatz unter dem Motto Gegen Rechstextremismus und Fremdenhass statt an dem sich 1200 BürgerInnen beteiligten. Die Neonazis dürfte diese `Gegendemonstration´ allerdings nicht sonderlich gestört haben.
Für den 26. April 2008 planen NPD und sog. Freie Kameradschaften eine erneute 'Demonstration' in Stolberg. Es wäre der 3. Aufmarsch innerhalb von nur 3 Wochen in dem hauptsächlich von MigrantInnen bewohnten Stolberger Stadteil Mühle.
An migrantischen Einrichtungen, von MigrantInnen bewohnten Häusern, an
Gemüseläden und Geschäften skandierten Neonazis Parolen wie: "Kein
Vergeben, kein Vergessen, Türken haben Namen und Adressen", "Wir kriegen euch Alle". Noch
deutlicher werden ihre Vernichtungsphantasien in Internetforen, in
denen Vergasung („INS GAS MIT DEM GANZEN AUSLAENDER UNGEZIEFER -
RADIKAL UND GNADENLOS“), brennende Häuser und weitere Mordgedanken
propagiert werden.
Der "Trauermarsch" wird aktuell bundesweit beworben, um den
Tod eines mutmaßlichen Sympathisanten - er wurde wahrscheinlich Opfer
eines nicht politisch motivierten Mordes - (die Ermittlungen der
Polizei und Staatsanwaltschaft dauern derzeit noch an) zu
instrumentalisieren.
Aktivitäten gegen den geplanten Aufmarsch der NPD am 26. April in Stolberg
Eine Gegendemo, die am selben Tag um 9 Uhr auf dem Stolberger Kaiserplatz startet, wird von vielen Menschen aus einem breiten Bündnis
antifaschistischer Organisationen und Initiativen getragen.
Zudem ist ein Nachbarschaftstreffen unter dem Motto "Stolberg ist bunt - nicht braun!" angemeldet, um das Interesse an einem gemeinschaftlichen und solidarischen Zusammenleben Aller öffentlich zu bekunden. Organisiert wird das Fest von einer Gruppe Stolberger Bürgerinnen und Bürger.
Das Nachbarschaftsfest ist von 10:00 - 20:00 Uhr angemeldet. Wer durch kulturelle Beiträge das Fest unterstützen möchte, kann sich unter der Nummer 02402/ 9976614 an einen der Organisatoren wenden.
Update zum geplanten Nachbarschaftsfest
Die Eschweiler Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis“ (BI)
informiert über eine bedauerliche und unverständliche Entwicklung. Die
Proteste der Bürger gegen den Naziaufmarsch, am Samstag in Stolberg,
werden durch die Polizeibehörde massiv behindert: Am Mittwoch (24. April) hat die Polizei dem Anmelder des Nachbarschaftsfestes "Stolberg Bunt statt Braun" die Durchführung am 26. April untersagt. Diese Entscheidung wurde zunächst mündlich mitgeteilt, die Begründung
im Wortlaut liegt derzeit noch nicht vor. Die Polizei hegt scheinbar Sicherheitsbedenken, da das Fest im abgesperrten Stadtteil
Mühle unmittelbar an den Ort der NPD-Kundgebung angrenzen sollte. Teile der OrganisatorInnen rufen Stolbergs BürgerInnen derweil dazu auf, sich an den u.a. in diesem Artikel dokumentierten Gegenprotesten anzuschließen.