FAU Aachen

Anarchosyndikalistische Gewerkschaft

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Kündigung beim Industrie-Dichtungen Hersteller JAWA wegen des Aufladens eines Handys

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Die Kündigungsmeldungen, die mensch in den letzten Monaten der Presse- und Bloggersphäre entnehmen kann werden immer absurder:

Handy aufgeladen - Fristlose Kündigung


Einem Arbeiter aus Oberhausen wurde wegen des Aufladens seines Handys am Arbeitsplatz fristlos gekündigt. Den Schaden, den er damit seinem Arbeitgeber - dem Industrie-Dichtungen Hersteller JAWA -  zufügte, betrug laut Gutachter 0,014 Cent. Bei 200 Arbeitstagen pro Jahr und täglicher Handy-Aufladung hätte Mohammed Sheikh dreieinhalb Jahre gebraucht, um einen Euro zu erbeuten. Arbeitsrechtler Hans Henning Klingen, der Mohammed Sheikh vertritt.: „So ein Fall ist mir in mehr als dreieinhalb Jahrzehnten als Jurist noch nicht untergekommen."

Fotos am Arbeitsplatz


Zudem, so der zweite Vorwurf des Vorgesetzten, habe Sheikh mit besagtem Handy auch noch die Maschine fotografiert, an der er arbeitet. Auch das sei im Unternehmen verboten. Warum genau, bleibt allerdings unklar. Hans Henning Klingen weiter:"Dass Herr Sheikh damit Industriespionage hätte betreiben wollen, zu dieser Behauptung hat sich auch die Firma nicht verstiegen. Das hätte ohnehin niemand geglaubt, denn da gibt es nichts zu spionieren. Herr Sheikh presst simple Dichtungen."

Der Arbeitgeber wertete diese beiden Vorkommnisse als Straftatbestand und erteilte Mohammed S. zudem Hausverbot. Der Arbeiter war 15 Jahre in der Oberhausener Firma angestellt.

Vergleich

Bei einem Arbeitsgerichtsprozess in diesem Monat wurde von Seiten des Gerichts ein Vergleich vorgeschlagen, da man die Schadenssumme als zu geringfügig betrachte. Auf das Versprechen des Arbeiters in Zukunft keine Handys mehr am Arbeitsplatz zu laden, solle man von einer Kündigung absehen.

Die Streitparteien haben bis zum 29. Oktober Zeit sich zu entscheiden, ob sie einem Vergleich zustimmen.

Via Trueten

UPDATE SsangYong, Süd Korea: Schwere Kämpfe

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Nachdem wir bereits in der letzten Woche über den militanten Arbeitskampf beim Koreanischen Autobauer Ssangyong berichtet hatten, hat sich die Lage für die BesetzerInnen in den vergangenen Tagen weiterhin verschärft. Nachdem alle Verhandlungen der letzten Woche gescheitert sind und die Isolation der Streikenden (kein Strom, Wasser, Essen, Medizinische Versorgung) nicht zu deren Rückzug geführt hat, hat die Koreanische Staatsmacht seit gestern eine neue Großoffensive gestartet, um die seit über 2 Monaten besetzte Fabrik des insolventen Autoherstellers SsangYong in Pyeongteak zurückzuerobern.

"Es kommt zu massiven Gewaltexzessen."

Zu den schwersten Auseinandersetzungen seit Besetzungsbeginn kam es am 4. August 2009. Nicht weniger als 2.500 Polizisten aus Aufstandsbekämpfungseinheiten - mit schwerem Gerät ausgestattet - versuchten, unter Einsatz mehrerer Hubschrauber, u.a. auf die Dächer der besetzten Gebäude zu gelangen. Diese waren von den Arbeiter jedoch zuvor mit Hubschrauber-Sperren verbarrikadiert worden. Hubschrauber werfen Gasbomben ab, es wird mit Tasern gefeuert, Beamte werfen Steine und schlagen Gewerkschafter zusammen. Unterstützt werden die Cops von hunderten Streikbrechern. Die Streikenden wehren sich mit Molotov-Coctails und großen Zwillen. Es gibt viele Verletzte und möglicherweise bereits Tote, ein Gewerkschafter ist nach Pressemeldungen während der Kämpfe vom Dach des vierstöckigen Gebäudes gefallen. Bei den Kämpfen nahmen die Arbeiter einen Security fest, den sie mehrere Stunden verhöhrten. Dabei stellte sich heraus, dass die Shanghai Automotive Industry Corporation rechtswidrig private Schläger angeheuert hat, die zusammen mit der Polizei die streikenden Arbeiter angreifen.

Veranstaltungshinweis und Richtigstellung

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Solidarische Veranstaltungsreklame

Aus im Nachhinein schwerlich nachvollziehbaren Gründen, war die kommenden Freitag den 7. August (!) im Aachener Infoladen stattfindende Veranstaltung "Chiapas im Visier von Politik und Kapital", auf dieser Webseite zeitweise falsch datiert.

An die VeranstalterInnen und alle die letzte Woche womöglich vergeblich besagte Veranstaltung besuchen wollten: 1000 mal Sorry!

An Alle Interressierten die letzte Woche keine Zeit hatten, dafür aber kommenden Freitag noch nichts vor haben: Herzlichen Glückwunsch!Cool

Wann: 7. August, 19 Uhr

Wo: Infoladen Aachen, Stephanstraße 24

nähere Infos:

Öffentliches Treffen der FAU Aachen im August 2009

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Unser öffentliches Treffen diesen Monat findet am 6.August ab 18.30 Uhr statt. Es sind alle eingeladen, die Interesse daran haben uns kennen zu lernen und/oder mit uns zu diskutieren. Ort des Treffens ist das Café Einstein (Lindenplatz 17, 52064 Aachen)

Ihr sollt euch nicht verpflichtet fühlen hochintellektuelle Diskussionen zu führen oder ganz klar über uns informiert zu sein. Dieses Treffen ist ja schließlich zum Kennen lernen da. Gerne dürft ihr einfach kommen um bei einem Bier und netter Musik neue Leute kennen zu lernen oder alte Bekannte wieder zu treffen.

Offene Fragen? Einfach unser Kontaktformular oder die Kommentarfunktion nutzen Wink

A note of appreciation from the rich

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der folgende Beitrag ist von: "scroogle.de"
Neben unterhaltsamen Texten wie diesem,
bietet diese empfehlenswerte Seite
eine anonyme Nutzung der normalerweise überhaupt nicht anonymen Suchmaschine Google!


A note of appreciation from the rich

Let's be honest: you'll never win the lottery.

On the other hand, the chances are pretty good that you'll slave away at some miserable job the rest of your life. That's because you were in all likelihood born into the wrong social class. Let's face it — you're a member of the working caste. Sorry!

As a result, you don't have the education, upbringing, connections, manners, appearance, and good taste to ever become one of us. In fact, you'd probably need a book the size of the yellow pages to list all the unfair advantages we have over you. That's why we're so relieved to know that you still continue to believe all those silly fairy tales about "justice" and "equal opportunity" in America.

Of course, in a hierarchical social system like ours, there's never been much room at the top to begin with. Besides, it's already occupied by us — and we like it up here so much that we intend to keep it that way. But at least there's usually someone lower in the social hierarchy you can feel superior to and kick in the teeth once in a while. Even a lowly dishwasher can easily find some poor slob further down in the pecking order to sneer and spit at. So be thankful for migrant workers, prostitutes, and homeless street people.

Online-Auftritt der Direkten Aktion im neuen Gewand

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Nach monatelanger Arbeit ist es nun soweit. Die euch allen hoffentlich wohl bekannte anarchosyndikalistische Zeitung Direkte Aktion hat eine neue Webpräsenz! In neuem, schickeren Gewand präsentiert sie sich nun übersichtlicher und aktueller denn je. Eine Inhaltsübersicht der vergangenen Ausgaben findet ihr u.a. hier.

Ihr findet sie (wie gewohnt) unter: http://www.direkteaktion.org

Unter http://www.direkteaktion.org/service/abo-oder-probeheft könnt ihr ein Abonement abschließen oder euer Bestehendes erneuern.

Kündigungsschutzklage eines Mannheimer Müllmanns erfolgreich

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Die junge Welt berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von der Kündigungsschutzklage eines Mannheimers Müllmanns, der im Dezember 2008 wegen Diebstahls fristlos gekündigt worden war. Der Angestellte hatte ein Reisebett aus dem Sperrmüll genommen, um es für seine kleine Tochter zu nutzen. Kollegen hatten den zweifachen Familienvater auf das ausrangierte Kinderzimmermöbel aufmerksam gemacht, das sonst in der Schrottpresse gelandet wäre. Für seinen »Arbeitgeber«, die Mannheimer Gesellschaft für Abfallbeseitigung und Städtereinigung mbH & Co. KG, ein klarer Fall von irreparablem Vertrauensbruch: Mehmet G. wurde ohne Vorwarnung und Abmahnung auf die Straße gesetzt.
Das Gericht sah die Sache etwas anders. Zwar sei die Tat juristisch durchaus als Diebstahl zu werten, konzedierte Richterin Sima Maali-Faagin. Allerdings sei es im Unternehmen gängige Praxis gewesen, intakte Gegenstände aus dem Müll für den Privatgebrauch der Beschäftigten zu recyclen. »Es ist davon auszugehen, daß er das Reisebett hätte an sich nehmen dürfen, wenn er um Erlaubnis gebeten hätte«, so die Richterin. Die Kündigung sei nicht verhältnismäßig und daher unwirksam. Mehmet G. muß nun wieder eingestellt werden, sein Lohn muß ihm nachgezahlt werden. Die Geschäftsführung hatte im Vorfeld einen Vergleich kategorisch abgelehnt, nun kündigte der Anwalt des Unternehmens Berufung an. Mehmet G. erklärte, er müsse erst mal nachdenken, »ob ich wieder in dem Betrieb arbeiten will«.

England: ArbeiterInnen besetzen Turbinenfabrik

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Seit dem 20.07.2009 haben Arbeiter bei Vestas, im süden Englands ihre Fabrik besetzt. Ihnen droht die Entlassung und sie fordern den Erhalt ihrer Stellen oder die Verstaatlichung des Betriebs. Der Arbeitskampf findet ohne gewerkschaftliche Vertretung statt und kooperiert mit der Ökölogiebewegung, da Vestas Turbinen für Windräder herstellt.

Hier ein Bericht aus der Fabrik vom Samstag

Korea: Militanter Arbeitskampf bei Ssangyong

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Hunderte südkoreanische Automobilarbeiter haben ihren Betrieb in Pyeongtaek - etwa 70 Kilometer südlich von Seoul - besetzt. Vorangegangen war ein Streik, der seit dem 21. Mai 2009 andauert. Grund: Der Autohersteller hat rund 2670 Entlassungen geplant. Nach Firmenangaben haben bisher 1.670 ihrer Entlassung zugestimmt. Der Rest wehrt sich. Die Lage hat sich für die BesetzerInnen in den vergangen Tagen deutlich zugespitzt: Die südkoreanische Regierung will den Streik mit circa 3.000 Polizeibeamten brechen. Die Bereitschaftspolizei drang mehrfach auf das Betriebsgelände vor. In der Lackiererei halten sich derzeit etwa 1.000 Streikende auf, die sich mit dem Schleudern von Bolzen und Muttern gegen das Eingreifen zu wehr setzen. Aktuelle Nachrichten zum Thema gibts bei Labournet.

Spitalstiftung Konstanz: Altenpflegerin wegen des Mitnehmens von Essensresten gekündigt

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Die Spitalstiftung Konstanz hat einer Altenpflegerin fristlos gekündigt. Der Grund: Sie hat vier Maultaschen nach Dienstschluß von ihrer Arbeitsstelle mitgenommen, die vom Abendessen übrig geblieben waren und sonst - wie alle anderen Essensreste auch - in der Mülltonne gelandet wären. Der Arbeitgeber sieht in der Mitnahme der Mautaschen einen Diebstahl. Die Beschuldigte, die seit 16 Jahren in dem Heim der Spitalstiftung arbeitet, kämpft jetzt vor dem Arbeitsgericht gegen die Kündigung. Sie vermutet als Hintergrund für das harte Vorgehen den Versuch, eine langjährige und damit teure Mitarbeiterin los zu werden.

Zweifel an der Rechtmäßigkeit der harten Haltung kommt von anderer Trägern von Altenheimen. Bei ihnen ist der Umgang mit Essensresten klar geregelt: Das Personal darf sich dort gegen eine kleine Gebühr bedienen. Solch eine Regelung gibt es bei der Spitalstiftung Konstanz bis jetzt nicht.

Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5087020/1pscvsb/index.html

Via Eckpfeiler

Seite 10 von 60

Zitat des Tages und der Nacht

"Wissen wir denn, ob das, was uns heute utopisch erscheint, in der nächsten, übernächsten Epoche nicht schon Realität sein kann?"


Louise Michel

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