Die FAU Aachen solidarisiert sich mit den Opfern neonazistischer Gewalt, unterstützt den Aufruf des Autonomen Zentrums Aachen, des AK Antifa Aachen und der Autonomen Antifa Aachen A³ und ruft auf sich an der Demonstration am 18.6.2010 um 20:00 Uhr vor dem AZ-Aachen (Vereinsstr. 25
D-52062 Aachen) zu beteiligen. Mehr als 30 Gruppen und Organisationen aus ganz NRW unterstützen den Aufruf und die Demonstration.
Ein kurzer (unvollständiger) Abriss der Ereignisse der letzten Wochen:
Am Montag Abend, dem 31.05.10, wurde erneut das Autonome Zentrum in der Vereinsstrasse von Neonazis angegriffen. Während eines Treffens wurde gegen 23:00 Uhr durch einen Briefschlitz im Eingangsbereich Pfefferspray und eine andere Substanz auf dahinter stehende Personen gesprüht. Darüber hinaus wurde eine Flasche mit unbekannter Flüssigkeit in das Treppenhaus geworfen. Die drei Angreifer, welche dem Neonazispektrum zuzuordnen sind, waren mit Tüchern und Ski-Brillen vermummt, außerdem führten sie Schlagwerkzeug in Form eines Teleskopschlagstockes und einer Art Morgenstern mit sich. In der gleichen Nacht wurde die Fensterscheibe des Parteibüro der Linken in der Augustastraße vermutlich mit einem Nothammer beschädigt. Siehe dazu einen Bericht beim freien Journalisten Michael Klarmann.
Am 03.06.10, in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag kam es zu einem weiteren Angriff auf das AZ. Während sich mehrere Personen auf dem Vorplatz des AZ aufhielten, wurden aus einem Auto Stahlkugeln mit Hilfe einer Steinschleuder auf Kopfhöhe geschossen. Eine Todesfolge wurde von den Angreifern dabei bewusst in Kauf genommen. Siehe dazu einen Bericht bei AN-Online.
Am Montagnachmittag (07.06.) wurde das Bildungsstreikcamp von Neonazis bedroht und provoziert, dazu hier ein Bericht bei AN-Online. Montagabends feuerten Neonazis mit einer Gaspistole auf BesucherInnen des AZ, dazu hier ein Bericht.
In der Nacht von Sonntag (13.06.) auf Montag (14.06.) kam es in der Pontstraße/Milchstraße erneut zu Nazi-Übergriffen. Im Anschluss an das dort laufende WM-Spiel (Deutschland gegen Australien) wurden einige Fußball-Fans auf eine Gruppe von ca. 15 bis 20 Nazis mit einer Reichskriegsflagge – darunter Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land – aufmerksam. Als diese durch „Nazis raus“-Rufe von vielen der Pontstraßen-Besucher_innen zum Gehen aufgefordert wurden, suchten sich die Nazis vereinzelt Personen heraus und schlugen mehrfach zu, wobei einige Personen verletzt wurden. Siehe auch: Rechts: Neonazis nutzten Fußballgaudi wieder zum Zuschlagen
Diese Angriffe reihen sich in eine Vielzahl neonazistischer Attacken ein. Immer wieder tauchten Schriftzüge der „Kameradschaft Aachener Land“ an den Außenwänden des Autonomen Zentrums auf. Wiederholt wurde Besucherinnen und Besuchern in der Umgebung des AZ aufgelauert und es kam zu tätlichen Angriffen.







In einem der größten europäischen Ballungsgebiete - dem Ruhrgebiet - mit mehr als acht Millionen Menschen, stellen vom 3. bis 5. September 2010 libertäre Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und Internetprojekte ihr Programm vor. Drei Tage Messe, Projektvorstellungen, Lesungen, Kultur, Veranstaltungen, Infos, Leute treffen und Pläne schmieden für eine Welt jenseits von Krise und Ausbeutung. Dafür möchte die 1. Libertäre Medienmesse für den deutschsprachigen Raum (Limesse) einen Rahmen bieten. Heute ist der 1. Newsletter der Vorbereitungsgruppe erschienen, den wir im folgenden Abschnitt dokumentieren.