FAU Aachen

Anarchosyndikalistische Gewerkschaft

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Supermärkte setzen Null-Euro-JobberInnen ein

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Wer glaubt, mit Ein-Euro-Löhnen sei das Ende der Lohnspirale bereits erreicht, der täuscht. Denn: Es geht noch billiger. In einigen Supermärkten stehen inzwischen Einpackhilfen an den Kassen, die am besten sehr freundlich zu den Kunden sein sollten. Denn: Außer Trinkgeld gibt’s nichts. Die Netzzeitung berichtet - und bezieht sich in ihrem Bericht auf eine Meldung des Wirtschaftsmagazins Impulse -  in ihrer heutigen Ausgabe von einer neuen Variante der Niedriglohnbeschäftigung, die aus den USA über den großen Teich geschwappt ist. In Supermärkten werden ArbeiterInnen, vornehmlich SchülerInnen und StudentInnen, unentgeltlich beschäftigt. Alles was sie erhalten ist eventuell ein Trinkgeld von der Kundschaft. Dieses kapitalistische System hat  völlig abgewirtschaftet und zeigt immer deutlicher seinen asozialen Charakter.

IAB-Studie zum Arbeitsmarkt: Immer mehr Vollzeitsjobs verschwinden

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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg veröffentlichte am vergangen Dienstag eine aktuelle Untersuchung des Arbeitsmarktes, die zu folgendem Ergebnis kommt: Das gesellschaftliche Arbeitsvolumen sinkt, die Produktivität und Zahl der Erwerbstätigen sind rückläufig. Die folgende Zusammenfassung der Studie haben wir der jungen Welt (Ausgabe vom 25.11.2009) entnommen:

Bei den Vollzeitbeschäftigten war im dritten Quartal 2009 ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Im zweiten Quartal hatte der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erst bei 0,8 Prozent gelegen.

Zuwachs: Fünf neue FAU-Syndikate im Süden

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Auf dem Regionaltreffen der FAU Süd in Frankfurt/Main wurden neue lokale Gewerkschaften aus fünf Städten aufgenommen. Interessierte aus Kassel, Darmstadt, Aschaffenburg, Saarbrücken und Stuttgart finden die Kontaktadressen unter diesem Link: Übersicht aller FAU-Lokalförderationen und -Syndikate. Außerdem gibt es derzeit in fünf weiteren Städten der Region Süd Aktivitäten zur Gründung von FAU-Syndikaten.

Aber nicht nur im Süden gibt es grade regen Zulauf zur FAU. Im Westen steht das Allgemeine Syndikat Essen vor der Aufnahme (das nächste Regionaltreffen ist im Januar 2010) und im Norden gibt es mehrere Betriebsgruppen die sich für die FAU-IAA interessieren.

Nicht zu vergessen die Berliner FAU, die sich aufgrund ihres umsichtig und immer durch Vollversammlungen der Belegschaft (egal ob organisierte, bzw. in welcher Gewerkschaft organisierte) legetimierten, geführten Arbeitskampfes eines gesteigerten Interesses erfreut.

Das Jahr 2010 verspricht spannend zu werden. An dieser Stelle der Aufruf an alle (besonders in NRW) die sich für die FAU interessieren: Nehmt Kontakt zur nächstgelegenen FAU-Gruppe auf und/oder schreibt an die Regionalkoordination: reko-west(ät)fau.org

Videodoku: Doping für den Job

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Ergänzend zu unserem Terminhinweis auf den Arte-Themenabend "Burnout - Schuften bis zum Umfallen": Auf Youtube ist eine Aufzeichnung der Doku "Doping für den Job erschienen", die wir in diesen Beitrag einstellen.

Inhaltsangabe

Psychische Erkrankungen infolge von Arbeitsstress sind in den vergangenen zehn Jahren um 70 Prozent angestiegen.
Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem drohenden Abstieg, treibt die Menschen zu immer mehr Leistung an. Die Arbeitswelt, sagt der Göttinger Soziologe Professor Michael Schumann auf Arte, kennzeichne sich durch eine wachsende Grausamkeit gegenüber dem Individuum. In Unternehmen werde gewaltig gemobbt, verbogene Rückgrate seien von Vorteil, die Spielchen von Ausgrenzung und Zuneigung alltäglich und die Angst vor Burnout weit verbreitet.
In großem Maß verantwortlich sind die modernen Techniken. Der Arbeitnehmer ist ihr Sklave geworden. Wer nicht mitrudert, geht unter. Für viele ist es heute selbstverständlich, dass sie auch abends und am Wochenende erreichbar sind. Sie sind es gewöhnt, E-Mails rund um die Uhr über Web oder Smartphones abzurufen. Projekte koordinieren, Termine vereinbaren, Fragen beantworten, Entscheidungen treffen - all das kann heutzutage simultan geschehen. Doch der Preis ist mitunter hoch.

Falschmeldung: Abgeschrieben beim Milchmädchen

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Bei der folgenden Meldung "Wirtschaftskrise: 1,2 Millionen Industriearbeitsplätze in der BRD in 2009 vernichtet" sind wir leider einer Presseente aufgesessen, wofür wir uns entschuldigen möchten. Die Zahlen sind schlichtweg falsch. Die "Bild"–Zeitung hat fälschlicherweise die absoluten Vorjahresveränderungen der Beschäftigtenzahl aller Monate von Januar bis September aufaddiert. Diese Rechnung wurde dann ungeprüft von der DPA übernommen.

Richtig ist Folgendes: Im Januar 2009 waren in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten rund 5.167.000 Personen tätig, im September 5.039.000. Daraus ergibt sich per Saldo von Januar bis September ein Beschäftigtenabbau von 128.000 Personen.

Siehe auch: Abschreiben beim Milchmädchen

Zum 73. Todestag des spanischen Anarchosyndikalisten Buenaventura Durruti

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buenaventura_durruti1Zum heutigen 73. Todestag des populären spanischen Anarchosyndikalisten Buenaventura Durruti geben wir hier einen persönlichen Bericht des deutschen Anarcho-syndikalisten Augustin Souchy über seine Begegnung mit ihm wieder.

"Wir sind es, die wir die Städte und Paläste – hier in Spanien und in Amerika und überall – gebaut haben. Wir Arbeiter können andere Städte und Paläste an ihrer Stelle aufrichten und sogar bessere. Wir haben nicht die geringste Angst vor Trümmern. Wir werden die Erben dieser Erde sein… Hier, in unserem Herzen, tragen wir eine neue Welt. Jetzt, in diesem Augenblick, wächst diese Welt."
(Buenaventura Durruti – 14. Juli 1896 in León – 20. November 1936 in Madrid)

Augustin Souchy – Meine erste Begegnung mit Durruti

Entnommen dem Buch: Der spanische Bürgerkrieg. La guerra civil espanola 1936 – 1939. Texte – Bilder – Gedanken. Katalog anlässlich einer Veranstaltungsreihe 1986 in München.

Kündigung wegen des Verzehrs von Teewurst

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Eine fristlose Kündigung wurde gegen eine in der Seniorenresidenz St. Martinshof in Hannover-Misburg beschäftigte körperbehinderte Altenpflegehelferin wegen eines Bagatellvergehens ausgesprochen. Sie hatte sich ein Brot mit einem Stück Teewurst bestrichen, das für die HeimbewohnerInnen bestimmt war. Die 41jährige hat dagegen vor dem Arbeitsgericht Hannover geklagt. Am 2. Dezember gibt es zunächst einen Gütetermin, wie ein Gerichtssprecher am Freitag bestätigte.

Die Pflegerin hat 18 Jahre lang in dem Heim gearbeitet. Seit August ist das Evangelische Johannesstift Altenhilfe in Berlin Träger der Einrichtung. Dessen Geschäftsführer reiste am Freitag nach Hannover, um sich über die Hintergründe zu informieren, wie ein Sprecher des Stifts sagte. Man sei am Morgen »beinahe vom Stuhl gefallen«, nachdem man von dem Fall gehört habe, fügte er hinzu.

Kündigungen im Streit um geringe Werte haben in den vergangenen Monaten mehrfach für Aufsehen gesorgt. Leider sieht das individuelle Arbeitsrecht die Möglichkeit vor bei "Diebstahl" schon "auf Verdacht" zu Kündigen. Selbst wenn (!) dann bewiesen werden kann (oder wenn es sich nur um Bagatellen handelt, siehe Beispiele) das die Kündigung an sich nicht gerechtfertigt war, ist eine Wiedereinstellung, wegen des "zerrütteten Vertrauensverhältnisses" oft nicht vorgesehen.

ArbeiterInnen Syndikat Wissens Industrie: Warum eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Bildung und Wissenschaft?

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Unter dem Titel "Warum eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Bildung und Wisschenschaft?" melden sich die GenossInnen des Wiener "ArbeiterInnen Syndikats. Wissens Industrie" zu Wort. Anlaß sind die Proteste gegen die etablierte Bildungspolitik- und Praxis in zahlreichen europäischen Ländern. Mit ihrem Text,  geben sie eine konkrete Antwort und Perspektive auf die konkrete Situation im Bildungsbereich.

Warum eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Bildung und Wissenschaft?

Die Jungle World über Vermittlungsgutscheine und private Arbeitsvermittler

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Die Jungle World berichtet in Ausgabe 46/2009 über die Praxis mit Vermittlungsgutscheinen, mit deren Hilfe Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit eher private Vermittlungsfirmen als Arbeitssuchende unterstützen. Zu diesem Ergebnis kommt Birgit Schmidt, die Autorin des Artikels. Wir dokumentieren Teile dieses Artikels im folgenden Abschnitt:

Bis Ende Dezember 2010 soll es ihn weiterhin geben, den Vermittlungsgutschein, auf den Anspruch hat, wer seit mehr als zwei Monaten Arbeitslosengeld I bezieht. 2 000 zu versteuernde Euro erhält die private Arbeitsvermittlung, die einen ALG-I-Empfänger in eine sozialversicherte Tätigkeit von mindestens 15 Stunden pro Woche vermittelt und garantiert, dass er den Job sechs Monate lang ausüben kann. Wenn jemand schon länger arbeitslos ist, kann sich der Gutschein auf 2 500 Euro belaufen.

Wirtschaftskrise: 1,2 Millionen Industriearbeitsplätze in der BRD in 2009 vernichtet

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Update: Leider sind, als wir diese Meldung übernahmen einer Zeitungsente aufgesessen. Unsere Richtigstellung findet ihr hier.

DPA-Meldung: Die Wirtschaftskrise hat seit Jahresbeginn allein in der deutschen Industrie rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Das berichtet die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit. Demnach sank die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe zwischen Februar und September um insgesamt 861000. Hinzu kommen noch die freigesetzten Leiharbeiter. 345 000 meldeten sich zwischen Januar und Oktober arbeitslos, der Großteil kam aus der Industrie.

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Zitat des Tages und der Nacht

"Wissen wir denn, ob das, was uns heute utopisch erscheint, in der nächsten, übernächsten Epoche nicht schon Realität sein kann?"


Louise Michel

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