FAU Aachen

Anarchosyndikalistische Gewerkschaft

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Todesanzeige: Horst Stowasser (* 7. Januar 1951 † 30. August 2009, 8.oo Uhr)

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Horst Stowasser liest: Anarchie! Wir haben die traurige Aufgabe, euch mitzuteilen, dass unser lieber Freund und Genosse Horst Stowasser am 30. August 2009 im Alter von 58 Jahren in Neustadt an der Weinstraße verstorben ist.

Der Beerdigungstermin von Horst steht nun fest:

Montag, den 7. September um 10 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Neustadt an der Weinstraße.

DadA-Web hat eine Horst Stowasser Gedenkseite eingerichtet. Eingeladen sind alle, die ihre Erinnerungen an Horst teilen möchten.

An dieser Stelle dokumentieren wir 3 Nachrufe auf Horst.

 

Reklame: Syndikal 2010 - Kalender für das Ende der Lohnarbeit

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Syndikal_2010Syndikal: Auch für 2010 wieder der Taschenkalender für das Ende der Lohnarbeit und der kleine kollektive Organisator für alle, die gegen die Zumutungen des kapitalistischen Alltags kämpfen.

Unter dem Titelmotto „Alles muss man selber machen!“ stellt der SyndiKal 2010 u.a. folgende Themen vor: Vom betrieblichen Aufbruch der „Wende“, März 1920 – die vergessene Revolution, soziale Revolution und direkte Aktion, einige kritische Überlegungen in Sachen Betriebsbesetzungen nebst Beispielen von Betriebsbesetzungen der letzten Zeit, zivil-militärische Zusammenarbeit in Deutschland, Analyse der jüngsten Erfolge der spanischen CNT, die Libertäre Medienmesse 2010 und interessante Medienprojekte, betriebliche Überwachung, die anarchistisch-syndikalistische Jugend und so einiges mehr.

Eine kleine Leseprobe des SyndiKal 2010 könnt ihr hier als PDF-Datei laden.

Beziehen könnt ihr den 192 seitenstarken Taschenkalender zum Preis von 6,50 € / 10,00 CHF beim Syndikat A Medienvertrieb in Moers oder im gut sortierten Buchhandel (ISBN 978-3-9810846-2-7)

WiederverkäuferInnen

Buchhandlungen, Infoläden, Mailorder, Büchertische und andere WiederverkäuferInnen bestellen den SyndiKal bei:

Syndikat-A Medienvertrieb
Tel. / Fax: 02841 537316
syndikat-a [ät] fau . org

Klartext: Jobabbau nach der Bundestagswahl

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Was viele bereits seit dem Ausbruch der Krise vermutet haben und Umfragen bereits andeuteten, bestätigte nun Konzerchef Hakan Samuelsson in der Financial Times Deutschland- Ausgabe vom Montag. Der MAN-Vorstandsboß gegenüber der Zeitung: »Deutschland ist momentan vor Veränderungen sicher. Aber nach der Wahl wird sich die Botschaft ändern.« Es gebe, so die Zeitung mit Verweis auf mehrere nicht namentlich genannte Spitzenmanager, eine Art Stillhalteabkommen zwischen Wirtschaft und Regierung. Bis nach dem 27. September. Dies verhindere einen größeren Arbeitsplatzabbau- etwa durch das milliardenteure Programm der Bundesregierung zur Kurzarbeit.

Die Junge Welt schreibt in ihrer Ausgabe vom vergangenen Dienstag: Es geschieht nicht oft, daß derartige Deals zugegeben werden. Wenn doch, dann mit Absicht. So dürfte es allmählich an der Zeit sein, die Menschen darauf einzustellen, daß Deutschland keineswegs vor Veränderungen sicher ist. Vielleicht sollen sie auf jene Blut-Schweiß-und-Tränen-Reden vorbereit werden, mit denen die Rechnungen aus Bankenkrise und Rezession dem Volk präsentiert werden. Da kann ein wenig Einstimmung nicht schaden.

Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst

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Einen sehr schön gemachten Gehalts-Rechner für anscheinend alle Angestellte im Öffentlichen Dienst gibt es hier:
oeffentlicher-dienst.info/einstieg/

habe den Rechner einmal positiv geprüft,
aber jedeR möge die Ergebnisse selber gegenchecken!


ErzieherInnen und HeilpädagogInnen aufgepasst!

Das Tarifergebnis vom 27. Juli 2009 gibt ErzieherInnen und HeilpädagogInnen mit "schwieriger Tätigkeit" nach TvöD die Möglichkeit, zwischen der neuen Eingruppierung in "S 8" und dem Verbleib in der alten "EG 9" zu wählen. Dies muss bis zum 31.12.2009 beantragt werden.
EG 9 und S 8 unterscheiden sich – wie unten dargestellt - nicht nur hinsichtlich der Beträge, sondern auch hinsichtlich der Laufzeit der einzelnen Stufen. EG 9 endet für die beiden oben genannten Berufsgruppen zudem bereits in Stufe 5, während die S-Tabelle in Stufe 6 weitergeführt wird. Die "S-Werte" sind in den Stufen 1 bis 5 niedriger als die "EG-Werte", erst in Stufe 6 der "S-Tabelle" ergibt sich ein Vorteil von 38,60 Euro. Insofern muss sehr sorgfältig individuell geprüft werden, ob ein Verbleib in EG 9 günstiger ist als der Wechsel in S 8.
Im Anhang ist die Vergleichstabelle.

Loren Goldner im Gespräch mit der Jungle World über seine Erfahrungen bei der Ssangyong-Besetzung in Südkorea

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Loren Goldner wurde kürzlich Augenzeuge der militanten Besetzung der südkoreanischen Ssangyong-Fabrik in Pyeongtaek. Nach elf Wochen Besetzung und schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei wurde der Streik beendet. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt, die Frau eines Gewerkschafters beging Selbstmord. Über seine Erfahrungen als Beobachter des Arbeitskampfs berichtet er nun im Gespräch mit der Jungle World.

Zur Person

Goldner ist Autor und Aktivist und lebt zurzeit in New York. Auf seiner Homepage berichtet er regelmäßig über Arbeitskämpfe und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise. Die vergangenen vier Jahre lebte er hauptsächlich in Südkorea.

Siehe auch:

Etappensieg der Belegschaft der Argentinischen Fliesenfabrik Zanon (FaSinPat)

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Zanon, eine Fliesenfabrik im patagonischen Neuquèn ist wohl der bekannteste selbstverwaltete Betrieb in Argentinien. Die Fabrik, die von den ArbeiterInnen liebevoll auf den Namen FaSinPat (Fábrica Sin Patrones - Fabrik ohne Besitzer) umgetauft wurde, hat eine lebhafte Vergangenheit hinter sich, die sie weit über die Grenzen von Südamerika bekannt gemacht hat.

Hintergrund

Zanon wurde im Oktober 2001 von ArbeiterInnenn besetzt. Mit großer Unterstützung aus der Bevölkerung verhinderten die ArbeiterInnen in den vergangenen Jahren mehrere Räumungsversuche. Ab 2002 produzieren die ArbeiterInnen in Selbstverwaltung. In den ersten Jahren produzierten sie ohne jegliche rechtliche Absicherung. Erst im Oktober 2005 überlies ihnen das Konkursgericht in Buenos Aires die Fabrik offiziell zur Nutzung per Gerichtsentscheidung (bzw. der von ihnen gegründeten Kooperative FaSinPat (Fábrica sin Patrones - Fabrik ohne Chefs). Die Überlassungsfrist lief eigentlich bis Oktober 2009, wurde aber letztes Jahr auf Antrag eines Gläubigers um ein Jahr verkürzt.

160 Betriebe sind in Argentinien in der Krise von den ArbeiterInnen übernommen worden. Zanon / FaSinPat ist darunter das Projekt mit den radikalsten Positionen und den weitestgehenden internen Veränderungen. Von Anfang an haben sie sich nicht nur darum gekümmert, die Produktion wieder in Gang zu bringen und auszuweiten (wobei sie auch auf diesem Gebiet große Erfolge vorweisen können: die Produktion wurde von 20.000 qm Fliesen pro Monat auf 400.000 qm erhöht, und die Belegschaft von 260 auf 470 compañeras ausgeweitet). Sie haben auch die Basisdemokratie weiterentwickelt und von der Fabrik aus ein Netz politischer und solidarischer Beziehungen aufgebaut. Intern werden alle Entscheidungen auf Versammlungen gefällt, und nach außen heißt es "Die Fabrik im Dienst der Gemeinschaft": einen Teil der Produktion spenden sie für soziale Projekte, und die Fabrik wird immer wieder als Freiraum für politische und kulturelle Veranstaltungen geöffnet.

Aktuelle Entwicklung - Etappensieg für die Belegschaft

Am 13. August 2009  hat die Belegschaft der Keramikfabrik einen weiteren Etappensieg errungen: Das Provinzparlament verfügt die Enteignung des Besitzers. Einziger Wehrmutstropfen: Das Gesetz sieht vor, daß die Provinz 23 Millionen Peso, umgerechnet etwa vier Millionen Euro, an die Gläubiger des ehemaligen Besitzers zahlt. Anläßlich dieser Entwicklung hat Wladek Flakin ein Interview mit Raul Godoy (Jahrgang 1965) geführt, der Arbeiter in der Lackabteilung der Keramikfabrik Zanon ist. Wir dokumentieren den Text im 2. Abschnitt dieses Beitrags, den wir der Jungen Welt (Ausgabe vom 21.08.2009) entnommen haben.

WSI: Halbjahresbilanz zur Arbeitskampfentwicklung

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Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat seine Halbjahresbilanz zur Arbeitskampfentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland vorgelegten. Mit 300000 Streikenden seien "deutlich weniger Beschäftigte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres an Streiks und Warnstreiks beteiligt". Gleichzeitig, so betonen die Forscher, seien jedoch "Konflikthäufigkeit und Streikvolumen auf einem anhaltend hohen Niveau" geblieben. Insgesamt zählt das WSI in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 rund 350000 Streiktage. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2008 fielen nach WSI-Schätzungen etwa 542000 Arbeitstage wegen Arbeitskämpfen einschließlich Warnstreiks aus.

Ein wesentlicher Grund für den zahlenmäßigen Rückgang bei den Streikbeteiligten in diesem Jahr sehen die Wissenschaftler darin, daß einige Großbranchen, darunter die Metallindustrie, bereits im vergangenen Jahr Tarifverträge geschlossen hatten, die auch das laufende Jahr umfassen oder zumindest weit in die zweite Jahreshälfte hineinreichen. In anderen Branchen, beispielsweise im Einzelhandel, wurde 2009 rascher als in den Vorjahren eine Tarifeinigung erzielt

Lohnanteil an Unternehmensgewinnen auf Allzeittief!

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Die Arbeitnehmer schauen immer tiefer in die Röhre

Löhne auch im Boom gesunken. Gleichzeitig steigt Belastung durch Steuern und Abgaben. Selbstständige und Beamte profitieren.
(
Artikel vom 13.8-09 / Aachener Nachrichten)

Berlin. Die deutschen Arbeitnehmer haben in den vergangenen Jahren erstmals während eines Wirtschaftsbooms weniger verdient. Während die Löhne seit 2003 unter dem Strich sanken, stiegen die Einkünfte von Unternehmern und Kapitalanlegern, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch mitteilte. Arbeitnehmer werden zudem im Vergleich zu Arbeitgebern – und auch Beamten – stärker mit Abgaben belastet.

Die Lohnsteigerungen von 2003 bis 2008 wurden durch die Inflation aufgefressen, wie die DIW-Studie ergab. Jahr für Jahr sei den Arbeitnehmern daher weniger Geld zum Leben übrig geblieben. Zunächst habe eine Senkung der Löhne die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gestärkt. Einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik sei aber, dass die Löhne hierzulande auch nach dem Aufschwung, der 2004 eingesetzt hatte, weiter gesunken seien. In den ersten vier Monaten dieses Jahres waren die Realeinkommen der Deutschen dagegen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erstmals wieder gestiegen. Grund war die niedrige Inflation seit Jahresbeginn.

Von den Erträgen der deutschen Wirtschaft wurden laut DIW im vergangenen Jahr 61 Prozent als Lohn an die Arbeitnehmer ausgezahlt, so wenig wie niemals zuvor. Noch im Jahr 2000 hatte die Quote bei 68 Prozent gelegen. Im Gegenzug seien die Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit und aus Kapitalvermögen in den vergangenen fünf Jahren besonders stark gestiegen. Zwar sei eine solche Entwicklung in Boomzeiten normal, sie verlief aber nun „rasant“.

Der Kampf um die besetzte Ssangyong-Autofabrik in Pyongteak ist zu Ende

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Am 6. August, dem 77. Tag der Besetzung des Werkes des fünfgrößten südkoreanischen Automobilherstellers, Ssangyong Motor in Pyongtaek, hat ein Großteil der streikenden Arbeiter das Werk verlassen. Nachdem absehbar war, dass der Sturm auf die Lackiererei nur noch eine Frage von Stunden ist, berieten sich die verbliebenen Besetzer mit der Gewerkschaft KMWU. Diese teilte mit, dass die Geschäftsleitung lediglich bereit sei, Job-Garantien für rund die Hälfte der Streikenden zu übernehmen. Angesichts der großen Zahl an Verletzten im Gebäude, entschieden sich die meisten Streikenden zur Annahme dieses Angebotes. Gegen 16.00 koreanischer Zeit verließen sie das monatelang besetzte und erbittert verteidigte Werk. Einige Dutzend Arbeiter wollen weiterkämpfen und befinden sich derzeit noch in der Lackiererei.

Siehe auch:

UPDATE SsangYong, Süd Korea: Schwere Kämpfe;
Korea: Militanter Arbeitskampf bei Ssangyong

Besetzte Thomas Cook Filiale in Dublin geräumt

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Das seit Freitag von der Entlassung bedrohten Beschäftigten besetzte Reisebüro des Tourismuskonzerns Thomas Cook in Dublin ist in den Morgenstunden des 4. August 2009 brutal geräumt worden. Die rund 30 BesetzerInnen - darunter 2 hochschwangere Frauen -  wurden von der Polizei inhaftiert. Die BesetzerInnen wollten mit der Aktion gegen ihre Entlassung protestieren.

Thomas Cook gehört zwar zu 52 Prozent zum angeschlagenen Arcandor-Konzern in Deutschland, ist aber nach eigenen Angaben finanziell unabhängig und hat allein 2008 über 400 Millionen Euro Gewinn gemacht. Es sollen bis zu 50 Arbeitsplätze in den einzelnen Filialen verloren gehen und 20 weitere im Call Center von Thomas Cook im Park West Dublin.

Via Entdinglichung (mit Links zum weiterlesen)

Seite 9 von 60

Zitat des Tages und der Nacht

"Wissen wir denn, ob das, was uns heute utopisch erscheint, in der nächsten, übernächsten Epoche nicht schon Realität sein kann?"


Louise Michel

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