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Anarchosyndikalistische Gewerkschaft

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Antifaschismus mit Schwerpunkt auf die Region Aachen

Dokumentation: Soli-Demo für von Neonazis bedrohten Antifaschisten

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Wie Klarmanns Welt berichtet haben bisher unbekannte TäterInnen am Montag Morgen gegen 3 Uhr im Innenstadtbereich zwei große Fenster in der Wohnung eines von Neonazis bedrohten Antifaschisten eingeworfen. Der Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro beziffert. Auf dem Bürgersteig unterhalb der Fenster wurden weitere Pflaster- und Ziegelsteine gefunden.

Der 16-jährige Jugendliche lebt mit seiner Mutter gemeinsam in der Wohnung. Er wird seit Monaten schon von örtlichen Neonazis und der „Anti Antifa“ via Internet bedroht.

Nachdem Neonazis dann bei einem Zwischenfall an Karneval den Personalausweis des 16-Jährigen abfotografiert hatten, wollten ihm offenbar Anfang Februar Neonazis vor der Wohnung auflauern und beklebten Haustür und Briefkästen mit Aufklebern der „Anti Antifa“. Nachdem man wegen dieses Vorfalls die Polizei alarmiert hatte, hatten sich die Neonazis unerkannt zurückgezogen.

Ein antifaschistisches Bündnis aus Aachen ruft wegen der anhaltenden Angriffe gegen den Jugendlichen zu einer Soli-Demo in der Innenstadt auf. Startpunkt für die Proteste ist am Donnerstag, 27. März um 18 Uhr der Kaiserplatz in Aachen.

Dokumentation des Aufrufs / Flugblattes zu einer Demonstration gegen Rechtsextremismus in Aachen 

In der Nacht zum Ostermontag wurden bei einem jungen Antifaschisten die Fensterscheiben mit schweren Pflastersteinen eingeworfen. Es bestand Gefahr, dass Menschen schwer verletzt wurden. Zum Glück gab es „nur“ erheblichen Sachschaden. Dies ist der vorläufige Höhepunkt von kriminellen Handlungen Aachener Nazis. Schon vorher bedrohten Aachener Nazis den jungen Antifaschisten via Internet und auf der Strasse. Nazis beschmierten den Hauseingang und die Umgebung des Hauses mit ihren Hassparolen. 

Wir werden dem Nazitreiben nicht einfach zusehen. Mit Bedauern stellen wir fest, dass die Handlungen der Strafverfolgungsbehörden von weitgehender Erfolglosigkeit geprägt sind. Durch die ungenügende Tätigkeit von Polizei und Staatsanwaltschaft drohen in Aachen rechtsfreie Räume zu entstehen. Die Nazis fühlen sich ermuntert, ihren Terror gegen Andersdenkende zu eskalieren.

Also müssen wir wohl selbst tätig werden, müssen wir unseren Schutz selbst übernehmen? Zunächst wollen wir zum wiederholten Male an die Öffentlichkeit und vor allem an die Medien appellieren: Nehmen Sie den Nazi-Terror ernst! Erst trifft es Einzelne, später kommen alle unter die Räder des Nazi-Terrors. Erst werden ganz junge Menschen zum Ziel, dann werden alle Andersdenkenden zur Zielscheibe. Es trifft einen: Gemeint sind wir alle!

Lassen Sie sich nicht beruhigen: Es ist ein Wahn, angesichts des Nazi-Terrors immer noch die Lüge von der Gefahr von Rechts und Links zu verbreiten. Die Nazis waren damals und sind heute nur dann eine Gefahr, wenn eine breite Mehrheit wegschaut, sich Ausreden ausdenkt wie, man dürfe diese Nazis nicht aufwerten oder könne gar nichts machen. Haben Sie schon mal überlegt, wann Sie selbst aktiv werden wollen? Über 100 Tote haben die Neonazis in Deutschland schon auf dem Gewissen.

Wir tolerieren den Nazi-Terror nicht! Wir vertrauen nicht länger auf staatliche Organe. Die schützen uns nicht! Wir rufen auf: Schließen Sie sich unserer Demonstration an. Kommen Sie mit und zeigen Sie, dass junge Leute nicht allein gelassen werden, wenn sie sich gegen Nazis wehren! Organisieren Sie sich! Donnerstag, 27. März 2008, 18.00 Uhr Aachen-Kaiserplatz (am Reiterdenkmal) Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen.


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