Am Abend des 3. Aprils 2009 zogen zwischen 80 - 90 Neonazis mit Fackeln durch Stolberg. An den Grenzen der Mühle sperrten Polizeibeamte die Straßen ab, damit die Nazis ungestört hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Ausländer raus“ durch die Straßen marschieren konnten. Ungestört waren sie jedoch nicht. An vielen Stellen der Route gab es Proteste, an einigen lautere und einen kleinen Steinwurf.
Am Tatort wurden die Neonazis gleich von zwei Seiten beschallt, von der einen von wütenden MigrantInnen und Antifas, von der anderen mit St. Martinsliedern.
Nachdem sich die an diesem Abend etwas lethargischen Nazis vom Tatort entfernt hatten und die AnwohnerInnen der Mühle und die anwesenden Antifas ihnen auch noch den Rückweg verschönern wollten, sperrten Bullen die Straße, behelmten sich und ließen zumindest einen ihrer Hunde los, der einen Antifaschisten am Bein verletzte. Im Zuge der Auseinandersetzungen nahmen die offensichtlich leicht überforderten Cops einen Menschen in Gewahrsam.
In der Kommentarspalte von Klarmanns Welt berichtet ein Teilnehmer:
Der junge Antifaschist erlitt Bisswunden am Bein, nachdem er einen Polizisten in einer Blockadensituation darauf aufmerksam machte, dass die, durch den Lärm deutlich scharf gemachten Hunde, mit Maulkorb zu führen seien. Kurz darauf ließ der Beamte dem ihm anvertrauten Tier genug Leine um den Demonstranten anzufallen und sich festzubeissen. Als er wenig später erneut angesprochen wurde, sagte er vor einer großen Menge Zeugen, dass es mit Maulkorb ja schließlich keinen Spaß mache, da der Hund dann nicht beißen könne.ZeugInnen gesucht
Kurz darauf kam es zu einer Situation, in der eine Gruppe Beamter,die versuchte die vor allem jugendlichen Demonstranten zurückzudrängen, kurzzeitig von der wütenden Menge eingeschlossen wurde. Im Falle einer Eskalation wäre die Situation diesmal für beide Seiten, zunächst aber für die Polizei, mehr als unvorteilhaft ausgefallen.
Der EA-Aachen sucht Menschen, die die Hundeattacke beobachten konnten. Er bittet -sofern bekannt - sich direkt, oder per Mail zu melden und ein Gedächtnisprotokoll anzufertigen. Das gleiche gilt für die Festnahme.
EA Aachen: ea - aachen [ät] nadir . org (Leerzeichen entfernen und [ät] durch @ ersetzen!)
Straßenfest in der Stolberger Mühle
Im migrantischen Viertel Mühle versammelten sich am selben Abend etwa 250 Menschen bei einem Straßenfest. Kurz nachdem der Stolberger Bürgermeister Ferdi Gatzweiler auf einer Rede bekundete, kein einziger Nazi werde die Mühle betreten und wenn doch werde sie gemeinsam verteidigt, folgend in seine Limousine stieg und sich vom Chauffeur wegkutschieren ließ, marschierten 7 Siegener Nazis über eben dieses Straßenfest. Ohne Ferdi wurden sie mit türkischem Tee, Pommes, Eiern und was sich sonst so anbot, „begrüßt“ und aus der Straße geleitet.
Redigierte Textquelle:
Stolberg: Nazis und Fackeln
Redigierte Textquelle:
Stolberg: Nazis und Fackeln
Weiterführende Links:
Aachener Nachrichten: 80 Nazis, 80 Gegendemonstranten
Klarmanns Welt: GegenRechts/Rechts: Kriminelle Fackelmarsch-Nazis Raus...
Aachener Nachrichten: 80 Nazis, 80 Gegendemonstranten
Klarmanns Welt: GegenRechts/Rechts: Kriminelle Fackelmarsch-Nazis Raus...
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