|
Dienstag, 16. September 2008 |
|
Laut zahlreicher Berichte von PartybesucherInnen kam es im August diesen Jahres zu einem völlig überzogenen Einsatz von Polizei und Ordnungsamt gegen eine linke Hausparty in der Aachener Aretzstrasse.
Party: Teil 2.
"Jetzt gibts was auf die Ohren..." titelt ein Flugblatt, und lädt am 27. September unter dem Motto "...wir lassen uns das Feiern nicht verbieten..." in die Aretzstrasse ein. In der Zeit zwischen 18 - 22 Uhr findet dort eine Kundgebung(sparty) "gegen Ordnungsamt- und Polizeiwillkür" statt.
Live, laut und lustig solls werden. Zu diesem Zweck spielt die Jazz-Kombo Spielmannszug Rothe Erde, die Rockband N.N. und die Punkkapelle Alerta auf. Der Eintritt kostnix. Gegen Getränkespenden hat aber sicher KeineR was.
|
|
|
Montag, 15. September 2008 |
|
Laut einer in Dublin veröffentlichten Studie der EU-Agentur zur Verbesserung der Lebens- und
Arbeitsbedingungen steht nun fest: Die in Deutschland arbeitenden LohnsklavInnen liegen im europäischen Rennen um die längste reale Wochenarbeitszeit auf den vorderen Rängen. In kaum einem anderen Land der Europäischen Union wird so lange
gearbeitet wie in Deutschland.
Die Studie in Zahlen
Die hiesigen Lohnabhängigen kamen im vergangenen Jahr im Schnitt auf 41,1 Arbeitsstunden pro Woche. Dies ist ein Anstieg von 3,3 Wochen-Arbeitsstunden in den vergangenen 5 Jahren. Die in Tarifverträgen vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt hierzulande allerdings nur bei 37,6 Stunden. Als Begründung für die über Durchschnitt geleistete Arbeitszeit wird in dem Bericht der Ausstieg von immer mehr Unternehmen aus der tariflichen Bindung genannt. Des weiteren verpflichten immer mehr Chefs ihre Angestellten zu Überstunden.
Deutschland
belegt der Studie zufolge bei der Länge der Wochenarbeitszeit unter den
28 im Vergleich berücksichtigten europäischen Ländern gemeinsam mit
Österreich Platz fünf. Länger gearbeitet wird nur noch in Bulgarien,
Rumänien, Großbritannien und Tschechien. Die kürzeste Arbeitswoche
haben Italien mit 38,4 und Frankreich mit 37,7 Stunden. Im Durchschnitt
ist die tatsächliche Wochenarbeitszeit in den EU-Staaten mit 40 Stunden
gut eine Stunde kürzer als in Deutschland.
|
|
|
Samstag, 13. September 2008 |
Die MacherInnen des Teilchenbeschleunigers (LHC) im schweizerischen Großforschungsinstituts CERN haben keine Kosten und Mühen gescheut und eine Webcam installiert. Liveübertragen werden Bilder aus dem Large Hadron Collider (deutsche Bezeichnung: Großer Hadronen-Speicherring). Trueten meint, da könne wenig schief gehen, weil die quasi ErfinderInnen des Internets schon wissen was sie tun. Aber seht selbst ...zur Webcam.
|
|
|
Samstag, 13. September 2008 |
|
Michael Klarmann, freier Journalist der seit vielen Jahren zur regionalen Braun-Szene
recherchiert und informiert, hält am 16. September 2008 an der Volxhochschule Aachen einen Vortrag über Neonazis und Rechtsextremisten in der Region Aachen. Los gehts um 19:30 Uhr. Eintritt kostnix.
Inhalt
Die rechtsextreme Szene in der Region Aachen und Düren gilt seit Jahren
als eine der aktivsten in NRW. Die NPD und Neonazi-Gruppen
("Kameradschaften") haben Zulauf. NPD- und DVU-Vertreter sitzen in
Fraktionsstärke im Stadtrat von Stolberg. NPD und "Kameradschaften"
organisierten mehrere Konzerte und Treffen in der Region.
Seit 2002 kam es in Stolberg, Aachen, Düren, Erkelenz und auf dem
Soldatenfriedhof Vossenack zu rechten Aufmärschen. Erst im April 2008
kam es in Stolberg zu Aufmärschen mit mehreren hundert Teilnehmern,
weil die Rechtsextremisten den tragischen Tod eines jungen Mannes
nutzten, um das Opfer zum Märtyrer zu stilisieren. Die NPD trat 2007
zudem als Vorgeschmack auf die Kommunalwahlen 2009 in Aldenhoven mit
einem Direktkandidaten zur Bürgermeisterwahl an und errang 3,2 Prozent
der Stimmen.
|
|
|
Samstag, 13. September 2008 |
|
Unter dem Titel Musik von heute, Rebellion von morgen
ist in der aktuellen Ausgabe der Direkten Aktion (DA) und auf der Webseite ZNet ein ausführliches Interview mit Chris Hannah von der Band Propagandhi erschienen. Inhaltlich plaudern die Interviewer mit dem bekennenden Anarchisten, Labelbetreiber, Sänger und Gitarristen der Band Propagandhi über politische Musik, die Situation in Nordamerika und ParEcon. Prädikat: Lesenswert!
|
|
|
Samstag, 13. September 2008 |
|
Michael Wildenhain, u.a. in den 1980er Jahren aktiv in der Berliner HausbesetzerInnen-Szene, stellt am 17. September 2008 in der Aachener Barockfabrik sein neues Buch Träumer des Absoluten vor. Los gehts um 20 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 3,50 €. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Kulturbetrieb der Stadt Aachen und
dem Buchladen Pontstraße 39.
Aus dem Inhalt
Träumer des Absoluten - Fast
40 Jahre BRD – ein politischer Roman mit authentischem Hintergrund
Tariq,
der begabte Sohn einer begüterten libanesischen Familie, und
Jochen, der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt,
kennen sich seit der Schulzeit. Sie verbindet die Liebe zur
Mathematik – und zu Judith, die ihnen abwechselnd ihre Gunst
schenkt. So bleibt es bis zum Abitur und durch die Jahre in Berlin:
beide tief eingelassen in die politischen Diskussionen und den
militanten Widerstand gegen den Staat. Der eine, schließlich
Professor, steigt aus. Der andere, Tariq, wird in einem
aufsehenerregenden Prozess zum Kronzeugen, zum Verräter an
seiner eigenen Biografie und sucht die Nähe zum islamischen
Terrorismus.
Der neue Roman des Berliner Autors hat konkrete Bezüge zu wichtigen
politischen Vorgängen der 1990er Jahre in der Region Aachen: dem "Fall
Schneider/Schwerte" und dem Prozess um die sog. Antiimperialistischen
Zellen (AIZ), den Wildenhain als Auslöser für den Roman nennt.
|
|
|
Freitag, 12. September 2008 |
|
Am 15. Oktober 2008 wird der Autor Roman Danyluk das Buch FAU - Die ersten 30 Jahre im Cafe Mundo (Welthaus Aachen, An der Schanz 1), im Rahmen einer bundesweiten Lesereise vorstellen. Los gehts ab 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden zur Refinanzierung der Veranstaltung sind wie immer Willkommen.
Inhalt
Die Tatsache, dass die FAU-IAA nun schon auf eine 30-jährige Geschichte
zurückblicken kann, ist zumindest bemerkenswert. In einer Zeit
entstanden, in der es unzählige Organisationen, Parteien und Grüppchen
der Neuen Linken gab, von denen die jüngere Generation politisch
Aktiver heute nicht einmal mehr den Namen kennt, existiert die FAU
immer noch. Aber es war ein langer und dornenreicher Weg von einer
idealistischen Initiative, die aus nicht viel mehr bestand als einem
Häufein EnthusiastInnen, zur heute umtriebigen kleinen
Basisgewerkschaft. Ein Weg, der noch längst nicht zu Ende gegangen ist.
Die
Entstehung dieses Buches war ein kollektiver Prozess. Diese erste Arbeit
über die Geschichte der FAU wurde von einfachen
Gewerkschaftsmitgliedern konzipiert, recherchiert, geschrieben,
bebildert, layoutet, verlegt und verbreitet. Damit ist dieses Buch ein
lebendiges Beispiel der Geschichtsschreibung von unten und ein
emanzipativer Beitrag zur Selbstermächtigung von Lohnabhängigen, die
sonst in den bürgerlichen Massenmedien kaum zu Wort kommen.
Wer mehr
wissen will über die FAU (-Aachen) und den Anarchosyndikalismus in Deutschland heute, kommt
an diesem Buch und der Lesung nicht vorbei.
|
|
|
Freitag, 12. September 2008 |
|
Unsere GenossInnen von der FAU-Düsseldorf bieten am 27.09.08 in der Zeit von 11 - ca. 18 Uhr ein kostensloses Tagesseminar
zum Thema "Einführung in das kollektive Arbeitsrecht" an. Veranstaltungsort ist das Düsseldorfer Kulturcafé Solaris in der Kopernikusstr. 53. Spenden für Getränke, Essen und Material
werden erbeten. Die Anmeldung ist bis zum 25.09.08 per Email an faud (ät) fau.org
möglich. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.
Inhalt
|
|
|
Donnerstag, 11. September 2008 |
|
Ausgabe Nr. 189 (September / Oktober 2008) des anarchosyndikalistischen Fachblattes - auch Direkte Aktion genannt - für
Klassenkampf, Streik, Kultur und Kreuzworträtsel gibt es ab jetzt im gut
sortierten Fachhandel, auf unserem Büchertisch und natürlich per Post(-Abonnement). Hier kannst du die DA abonnieren oder erst einmal ein Probeheft bestellen. Ausgabe 188 (Juli / August 2008) kann ab sofort kostenlos online gelesen werden.
Aus dem Inhalt
|
|
|
Freitag, 29. August 2008 |
|
Wie bereits angekündigt, fällt das Fight Fascism- Festival im August diesen Jahres in Stolberg aus. Über die Gründe, die die VeranstalterInnen zur Absage bewegt haben, hatten wir gestern bereits kurz berichtet. Im nun folgenden Abschnitt dokumentieren wir die ausführliche Erklärung der HauptorganisatorInnen, den Vertretern der Gruppe Z
(Stolberg) und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Aachen.
|
|
|