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Lust und Liebe sind die Fittiche zu großen Taten.Johann Wolfgang von Goethe
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Fight Fascism 8 in Stolberg abgesagt!
31.10.2008 | 19.30
[Buchvorstellung] BakuninTheorie des kollektiven Anarchismus
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| Freitag, 11. April 2008 | |
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Obwohl der Arbeitskampf bei Bike Systems verloren wurde, gibt es eine kleine Gruppe Unbeugsamer. Diese wollen nicht nur die Produktion in einer neugegründeteten Firma wieder aufnehmen sondern auch noch einiges grundlegend anders machen als bisher.
In der Tradition des Strike-Bike wollen 21 Nordhäuser Fahrradwerker ab Sommer selbstbestimmt weiterproduzieren.
Als die Belegschaft des Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen Anfang November 2007 nach fast vier Monaten Besetzung schweren Herzens den Betrieb räumte und in eine Transfergesellschaft überwechselte, wollten einige Belegschaftsangehörige den Gedanken nicht aufgeben, eines Tages doch wieder Fahrräder in Nordhausen zu produzieren. Eine Woche lang hatten sie im Rahmen der Besetzung letzten Oktober in eigener Regie und Verantwortung 1800 »Strike Bikes« produziert und damit sich selbst und aller Welt bewiesen, dass eine selbstverwaltete Produktion in einer Fabrik mitten in Deutschland möglich ist (ND berichtete). Der Neuanfang Diese Erfahrung prägte die im Verein Bikes in Nordhausen e.V. zusammengeschlossenen Arbeiter. Mit Hochdruck bereiteten sie in den letzten Monaten einen Neuanfang vor und gründeten dazu im März die Strike-Bike GmbH, in der fortan 21 ehemalige Mitarbeiter der Bike Systems eine neue Anstellung finden. Die Auswahl sei im Verein unter Berücksichtigung sozialer und fachlicher Kriterien beschlossen worden, betont der Vorsitzende André Kegel auf ND-Anfrage. Er und sein Kollege Manfred Handke, ehemaliges Betriebsratsmitglied, werden als Geschäftführer der GmbH fungieren. Für ihre neuen Aufgaben haben sie sich unter anderem in der noch laufenden Transfermaßnahme mit Lehrgängen in der Finanz- und Lohnbuchhaltung, in Existenzgründungsfragen, Business-Englisch, EDV und Büro-Software fit gemacht. Die künftigen »Manager« werden, so Kegel, aber ebenso wie alle anderen Arbeiter einen Einheits-Stundenlohn erhalten. Zudem sei festgelegt, dass alle Betriebsangehörigen gleiches Entscheidungsrecht bei der Arbeitsplatzgestaltung, Produktentwicklung und -benennung haben sollen – und natürlich die Pflicht, sich selbst in die Entwicklung der Firma mit kreativen Vorschlägen einzubringen. »Wir brauchen keine Befehlsempfänger und haben gemerkt, dass in jedem von uns viel Potenzial steckt«, sagt Kegel, der mit seinen 30 Jahren der Jüngste im Betrieb ist. »Um zu zeigen, dass wir wieder auf den Fahrradmarkt zurückgekehrt sind, beginnen wir die Fahrradproduktion mit 2000 Exemplaren eines schwarzen 28-Zoll-Tourensportfahrrades«, erklärt Manfred Handke. »Black Edition« soll das von der künftigen Belegschaft selbst entwickelte, robuste Herren- wie Damenfahrrad heißen, das eine qualitative Weiterentwicklung des roten Strike Bike-Modells vom Oktober ist. Damit habe man auch auf entsprechende Anfragen aus dem Fahrradfachhandel reagiert, so Handke. »Die Hoffnung stirbt zuletzt«, bringt er das Engagement auf den Punkt und erinnert sich an schwere Tage Mitte November 2007, als die vertriebenen Arbeiter mit ansehen mussten, wie die gesamten Produktionsanlagen der alten Firma Bike Systems innerhalb von 14 Tagen abgebaut und nach Ungarn abtransportiert wurden. Back in Black »Unser Wunsch, eine weitere Fahrradproduktion mit den vorhandenen Produktionsmitteln der Firma Bike Systems durchführen zu können, zerplatzte wie eine Seifenblase«, so der Ex-Betriebsrat. Die Produktion der »Black Edition« soll im Frühsommer auf einer Etage des früheren Fahrradwerks wieder aufgenommen werden, sobald die dafür notwendigen Installationen vorgenommen sind. Bestellungen für das rund 300 Euro teure Rad werden ab der kommenden Woche entgegengenommen. Später sollen auch andere Produkte entwickelt werden. Ideen für ein Elektrobike und einen praktischen und robusten Handwagen für den Transport schwerer Güter sind bereits vorhanden und könnten dann bis Jahresende konkrete Gestalt annehmen. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wird in dem alten und neuen Produktionsgebäude an der Freiherr vom Stein-Straße 31 Tag der Offenen Tür gefeiert. Dazu werden viele Nordhäuser erwartet, die im letzten Jahr mit Sympathie und Solidarität das Engagement der Fahrradwerker begleitet hatten. Weitere Texte und Artikel Ältere Artikel
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