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Lesung: Garbriel Kuhn - Neuer Anarchismus in den USA
19.05.2008 | 19.30
[Buchvorstellung] Die grossen Streiks
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| Sonntag, 6. Januar 2008 | |
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Zur Unterstützung von 295 ArbeiterInnen der Firma Frape-Behr, die in
Barcelona von Rationalisierung und Entlassung bedroht sind, hat die
anarcho-syndikalistische Gewerkschaft «Freie ArbeiterInnen Union»
(FAU-IAA) eine Solidaritätspostkarte herausgegeben. Adressat der
Postkarte ist die Konzernleitung des Automobil-Zuliefermultis Behr mit
Sitz in Stuttgart.
Seit Oktober 2007 wehren sich die rund 300 Beschäftigten von Frape-Behr gegen die drohende Schließung des Werkes und die damit verbundene Entlassung. In der Freihandelszone, der "Zona Franca" von Barcelona, einem Cluster der europäischen Automobilindustrie, stellt Frape-Behr Kühlanlagen für die spanische Automobilindustrie her. Lediglich etwas mehr als 50 ArbeiterInnen hat die Firma einen miserablen "Sozialplan" angeboten. Seit Monaten lehnen die ArbeiterInnen es ab, sich einfach abservieren zu lassen. Sie diskutieren alle Maßnahmen auf Vollversammlungen und haben in den letzten drei Monaten eine Vielzahl von Aktionen am Werk, in der Stadt und am Sitz von anderen spanischen Behr-Niederlassungen durchgeführt. Dabei werden sie von einem Solidaritätskomitee aus der Stadt untertstützt. Das Management hat darauf mit der Entlassung einer Reihe von Aktivisten reagiert. DIE BESETZUNG Am 21. Dezember hat die Belegschaft schließlich die Fabrik besetzt. Fünf Tage lang haben ArbeiterInnen, Familien und viele andere im und vor dem Werk ausgeharrt. Am 26. Dezember wurde die Besetzung vorläufig beendet, nachdem man der Belegschaft zugesichert hatte, dass die katalanische Regionalregierung, die über den von Behr eingereichten "Anpassungsplan" (ERE) befinden muß, am 2. Januar zu Gesprächen einladen wird. Diese Gespräche haben sich als weiteres politisches Manöver erwiesen, mit dem die ArbeiterInnen eingelullt werden sollen. Als Reaktion haben die ArbeiterInnen von Frape-Behr am Folgetag die Stadtautobahn von Barcelona blockiert.
SOLIDARITÄT Parallel dazu beschloß die spanische Gewerkschaft CNT, die mit einer Betriebsgruppe bei Frape-Behr vertreten ist, im Konflikt um internationale Unterstützung zu bitten. Der Multi Behr mit Hauptsitz in Stuttgart ist weltweit u.a. an einer Vielzahl von Zentren der Automobilproduktion aktiv. Zwischenzeitlich hat es in mehreren Ländern Protestaktionen gegeben, täglich treffen in Barcelona Solidaritätsbekundungen aus vielen Gegenden des Globus ein. Auch in Deutschland wird es eine Reihe von Aktionen geben. Eine davon ist eine Solidaritätspostkarte für die ArbeiterInnen, mit dem jede der Konzernleitung ihren Unmut über die Werkschließung ausdrücken kann. Die Postkarten gibt es Einheiten zu 20 Stück, um an die an FreundInnen und Bekannte weiterzugeben bei Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können . Für die Karten und Versand wird eine Solipauschale von EUR 5,- pro Einheit erhoben, die Überschüsse gehen nach Barcelona.
MEHR INFORMATIONEN Weiterführende und aktualisierte Informationen zum Konflikt bei Frape-Behr finden sich u.a. auf folgenden Websites: barcelona.cnt.es (Spanisch) cnt-frape.blogspot.com (Spanisch) www.iwa-ait.org/solidarity.html (Englisch) Weitere Texte und Artikel Neuere Artikel
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