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Zitat des Tages und der Nacht

 

Um das Prinzip des Staates zu treffen, ist es besser, zu sagen, dass es nicht den Staat sondern lediglich eine Durchstaatlichung gibt, da das Staatliche über (durchaus vielfältige) Herrschaftsdiskurse pro- und reproduziert wird ...  Der Staat ist nicht ein fremdes Monster dem entflohen oder das gezähmt werden muß. Er ist überall, beginnend bei uns selbst ...

Gabriel Kuhn 

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Sohn von Coca-Cola Gewerkschafter entführt und gefoltert E-Mail
Mittwoch, 3. Oktober 2007
sinaltrainal.jpgDer folgende Text dokumentiert einen Bericht über eine neue repressive Welle gegen Mitglieder der kolumbianischen  Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL.

 

 

Repression gegen Coca-Cola Gewerkschafter
Heute kam die Nachricht von SINALTRAINAL, dass in Kolumbien eine neue Welle der Gewalt gegen Coca-Cola Gewerkschafter anrollt.

Am 27. September 2007 gegen 16h kam ANDRES DAMIAN FLOREZ RODRIGUEZ, Sohn des Gewerkschaftssekretärs von SINALTRAINAL und Arbeiter in der Coca-Cola Abfüllanlage JOSE DOMINGO FLOREZ, von der Schule nach Hause, in die Cra 38ª No 204-102 im Stadtteil ANDES von Floridablanca Santander.

Drei Individuen näherten sich ihm. Sie waren in einem schwarzen Jeep unterwegs, trugen Waffen, waren mit Funkgeräten ausgestattet und mit Sturmhauben maskiert. Gewaltsam zogen sie ihn hoch, warfen ihn auf die Ladefläche des Fahrzeuges und schlugen ihn. Während der Fahrt sagte einer der drei in das Funkgerät: „Wir haben den Hurensohn, was sollen wir mit ihm machen?“ und auf der anderen Seite wurde geantwortet: „Macht eine Spazierfahrt mit ihm, schmeisst ihn dann raus und gebt ihm die Botschaft.“ Der mit dem Funkgerät sagte: „Sag deinem Vater, dass wir nicht ruhen werden, bis ihr in kleine Stücke geschnitten seid.“ Dann warfen sie ihn in Palenque auf der Strasse nach Lebrija vom Fahrzeug.

Dieser neue Vorfall gegen Coca-Cola Arbeiter, die in SINALTRAINAL organisiert sind und ihre Familien kommt nach den Todesdrohungen die sich am 10. Februar, am 26. Juli am 9. August und am 20. und 25. September 2007 ereignet haben.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass wir am 24. September dem Unternehmen Coca-Cola mitgeteilt haben, dass wir die weltweite Coca-Cola Kampagne wieder aufnehmen. Wir haben die transnationalen Unternehmen wegen ihrer Verstösse gegen die Menschenrechte angeklagt und wir weichen nicht zurück angesichts der Drohungen und der antigewerkschaftlichen Repression gegen die Mitglieder von SINALTRAINAL.

Wir verlangen, dass Coca-Cola und der kolumbianische Staat mit der Repression gegen die Arbeiter aufhört, dass gegen die materiellen und intellektuellen Urheber dieser Verbrechen Untersuchungen einleitet werden und dass das Recht auf Leben und auf gewerkschaftliche Vereinigung garantiert wird.

Mit freundlichen Grüßen,

LUIS JAVIER CORREA SUAREZ
Präsident SINALTRAINAL

 

 

Weitere Informationen findet mensch auf der Sonderseite von Labournet.

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