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Medien

Buchtipp: Antikapitalismus für alle

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Bereits im Sommer dieses Jahres ist mit "Antikapitalismus für alle! für alle, für alle, für alle ... die neue Generation emanzipatorischer Bewegungen" ein Kompaktes, übersichtliches und verständlich aufbereitetes Buch erschienen, das die LeserInnen mit auf eine unterhaltsame Achterbahnfahrt durch Geschichte, theoretische Grundlagen, die wichtigsten personellen Zusammenhänge und zukünftigen Perspektiven antikapitalistischer Strömungen nimmt.

Ursprünglich 2004 in spanischer Sprache erschienen (orginal Titel: Anticapitalismo para principiantes. La nueva generación de movimientos emancipatorios), geschrieben vom Autor Ezequiel Adamovsky und illustriert vom KünstlerInnenkollektiv Illustradores Unidos, liegt es nun übersetzt (Luis Jara und Friederike Habermann) im Karl-Dietz-Verlag in deutscher Sprache vor.

Das Beste: Die 178 Buch-Seiten liegen im PDF-Format gepackt zum kostenlosen Download bereit. Wer auf Bücher zum Anfassen steht, kann es sich für 9,90 € bestellen.


Auszug aus der Utopia- Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft

Im ersten Teil des Buches werden die kapitalistische Gesellschaftsordnung und deren wirtschaftliche Abläufe mit Hilfe von sinngemäßen Zitaten antikapitalistischer Theoretiker wie Marx, Bakunin oder Negri untersucht. Dem schließt sich eine Abhandlung über die Geschichte „Vom Widerstand zum Antikapitalismus“ an. Es geht weiter mit den Unterschieden zwischen „traditioneller Linken“ und „neuem Antikapitalismus“. Im Kapitel über „Bewegungen, Netze und Aktionen des neuen Antikapitalismus“ werden Strömungen wie die EZLN, das No-Border-Netzwerk oder „Reclaim the Streets“ vorgestellt.

Verlagsbeschreibung

AntikapitalistInnen sind im Grunde alle von uns, die das Gefühl haben, dass ein Großteil des Leidens auf der Welt durch ein ungerechtes Gesellschaftssystem verursacht wird: den Kapitalismus. Seit der Herausbildung dieses Systems vor mehreren Jahrhunderten haben sich viele Menschen dagegen gewehrt, aber nur in den letzten zweihundert Jahren ist dieser Widerstand bewusst geworden. Seitdem kämpfen AntikapitalistInnen in vielen Formen und an vielen Plätzen für eine andere Gesellschaft.
Die wichtigste Frage des Antikapitalismus lautet: Wie verwandeln wir unseren ständigen Widerstand in eine Kraft, die den Kapitalismus als Ganzes abschaffen kann?
Der neue Antikapitalismus ist Erbe der vergangenen Kämpfe. Aber natürlich ist er anders – weil er aus der Vergangenheit gelernt hat. In den Medien hört man die Sprachrohre der Mächtigen häufig sagen, dass es sich bei der Suche nach einer anderen Welt nur um eine Utopie handele, um nur etwas mehr als gute Absichten, ohne konkrete Vorschläge.
Der neue Antikapitalismus hat kein einheitliches und geschlossenes Programm, und vielleicht wird er nie eins brauchen. Das heißt nicht, dass er keine konkrete Ideen davon hat, wie die Welt zu verändern ist.

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"Wissen wir denn, ob das, was uns heute utopisch erscheint, in der nächsten, übernächsten Epoche nicht schon Realität sein kann?"


Louise Michel

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