Die CNT-Betriebsgruppe bei Ryanair in Zaragoza rief für Sonntag, den 3. Mai zu einem internationalen Aktionstag gegen die Airline auf. Die CNT befindet sich seit Februar im Konflikt mit Ryanair am Standort Zaragoza. Sie wirft der Fluglinie vor, gewerkschaftliche Organisierung zu behindern und die ArbeiterInnen einzuschüchtern. In diesem Zusammenhang wurde ein Mitglied der CNT-Betriebsgruppe gefeuert. Nach einer ganzen Serie von Mobilisierungen in Zaragoza selbst, bat die CNT jetzt um erste europaweite Unterstützungsaktionen um so den Druck auf die Airline weiter zu erhöhren. Auch in der BRD fand eine Reihe von Aktionen statt. Infos darüber und einige Dinge, die ihr tun könntet, um die spanischen KollegInnen zu unterstützen, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
• Es gibt ein Flugblatt als PDF-Datei, das ihr ausdrucken und verteilen könnt. Besonders interessiert dürften KundInnen von Ryanair sein. Sofern ihr diese nicht direkt an den Flughäfen informieren wollt, bieten sich dafür auch die Zubringer-Busse von Fremdfirmen an, die aus vielen Städten regelmäßig Ryanair-Fluggäste zu den Flughäfen transportieren. Ob es aus eurer Stadt einen solchen Shuttle gibt, erfahrt ihr, wenn ihr z.B. "Ryanair shuttle bus" bei einer Suchmaschine sucht. In den Bussen haben interessierte Passagiere und FahrerInnen übrigens auch ausgiebig Zeit, sich über die im Flugblatt beschriebenen Arbeitsbedingungen bei der Airline zu unterhalten.
• Ihr könnt direkt bei Ryanair gegen die Entlassung des spanischen Kollegen protestieren und euch mit den Forderungen der CNT Betriebsgruppe solidarisieren. Dazu wollt ihr vielleicht eine E-Mail an an eine oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Ryanair-MitarbeiterInnen schreiben, um mit ihnen über den Arbeitskampf ihrer spanischen KollegInnen zu diskutieren:
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Ein anderes Kommunikationsmittel für Proteste ist das Fax. Ihr solltet Ryanair unter den folgenden Fax-Nummerbn eure Unterstützung für die CNT Betriebsgruppe deutlich machen können:
00353 18121674
00353 18121676
00353 1812 1671
00353 18121213
00353 15081702
Es könnte sein, dass sich Ryanair durch die Aktionen am 3. Mai noch nicht überzeugen lässt. In diesem Fall wird es möglicherweise Aktionen in einer Reihe von weiteren europäischen Ländern und an mehr Standorten geben. Wir werden euch darüber auf dem Laufenden halten.
Frankfurt/Main

Hahn, der Flughafen, den Ryanair als "Frankfurt" bezeichnet, liegt ca. 140 km nordwestlich mitten im Nichts. Deshalb und wegen der besseren Möglichkeit, mit Ryanair-KundInnen direkt ins Gespräch zu kommen, hatte sich Mitglieder der Lokalföderation Frankfurt/Main der FAU überlegt, Flugblätter am Abfahrtspunkt der Shuttle-Busse zu verteilen. Die Aktion zog sich über mehrere Stunden hin, hunderte von Kundeninformationen wurden an die Passagiere mehrerer Busse verteilt. Die Reaktionen waren fast alle positiv; Busfahrer hatten selbst einiges zu den Arbeitsbedingungne bei Ryanair beizutragen.
Weeze

Weeze, ein Dorf an der niederländischen Grenze, ist der Standort des Flughafens, den Ryanair als "Düsseldorf" bezeichnet, auch wenn er eine Autostunde entfernt liegt. Dort verteilten Mitglieder des Allgemeinen Syndikats der FAU Düsseldorf im Abfertigungsgebäude Flugblätter an die KundInnen von Ryanair. Auch hier gab es reihenweise positive Reaktionen. Mehrere Fluggäste versicherten empört, dass sie nicht mehr mit der Airline reisen würden. Ein niederländischer Gewerkschafter wünschte sich, dass seine Gewerkschaft sich an Aktionen gegen die Arbeitsbedingungen bei Ryanair beteiligt. Beschäftigte des Flughafens nutzen die Gelegenheit zum Gespräch und erzählten uns u.a., dass sie selbst ebenfalls von Zeitarbeit, Prekarisierung und miesen Arbeitsbedingungen betroffen sind. Letztlich hatten wir viel zuwenige Flugblätter dabei.
Lübeck

Am Flughafen in Lübeck, von Ryanair als "Hamburg" bezeichnet, verteilten rund zehn Mitglieder der FAU aus umliegenden Ortsgruppen Flugblätter und Infomaterial der FAU an KundInnen von Ryanair und Flughafenbeschäfigte. Auch hier waren die Reaktionen meist positiv, besonders auch von Leuten, die am Flughafen arbeiten.
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