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Angst vor dem Bundestrojaner macht sich breit E-Mail
Freitag, 25. Juli 2008

Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen fürchtet sich vor von Staats wegen legitimierten Internet Schnüffeleien. Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Emnid im Auftrag des Internet-Magazins Tomorrow ergab, haben 71 Prozent Angst davor, dass der deutsche Staat ohne berechtigten Verdacht Computer der in Deutschland lebenden Menschen online durchsucht. Unbesorgt sind hingegen 27 Prozent der Befragten. Zwei Prozent der Befragten äußerten sich nicht.

Besonders hoch ist die Furcht im Nordosten Deutschlands, nämlich in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: Hier rechnen 78 Prozent der Befragten mit unberechtigten Online-Durchsuchungen. Am wenigsten fürchten sich die Bürger in Nordrhein-Westfalen (63 Prozent), das ein Vorreiter bei der heimlichen Online-Durchsuchung war. Die Befürchtung, dass der Staat Online-Durchsuchungen ohne berechtigten Verdacht durchführt, ist im Osten mit 74 Prozent stärker ausgeprägt als im Westen (70 Prozent) und bei Männern (72 Prozent) mehr als bei Frauen (69 Prozent). Deutsche, die älter sind als 60 Jahre, fürchten unberechtigte Online-Durchsuchungen am wenigsten (62 Prozent), bei unter 30-Jährigen hingegen sind es 78 Prozent. Befragt wurden 1.003 Personen.

Quelle: Nachrichtenagentur AP



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