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| Donnerstag, 23. August 2007 | |
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In vielen Unternehmen war es jedoch üblich, ZeitarbeiterInnen nach den 12 Monaten einen unbefristeten Vertrag anzubieten. Hiervon haben beide Seiten profitiert. Jetzt sieht die Realität vielerorts jedoch anders aus. In jedem Fall profitieren Bundesregierung und Firmen von der Gesetzesänderung: die Arbeitslosenquote sinkt weiter und Unternehmen können ihre Ausgaben für Löhne und Gehälter drastisch drücken- zum Leidwesen der Beschäftigten. Deren Löhne und Gehälter sinken Erfahrungsgemäß um bis zu 50 %, wenn ihre Arbeitsverträge in sog. Servicegesellschaften ausgegliedert werden. Ein populäres Beispiel ist die Telekom. Die Mitarbeiter in den Callcentern wurden jüngst in sog. Servicegesellschaften ausgegliedert. Das Ergebnis: eine schrittweise Lohnsenkung um 6,5 Prozent und vier Stunden Mehrarbeit pro Woche für 50.000 Mitarbeiter. Das Gehalt für Neueinsteiger wird um bis zu 30 Prozent gesenkt. Ein Beispiel aus Essen, welches das Nachrichten Magazin Monitor recherchiert hat:
Ein weiteres Beispiel hat die Wochenzeitung Jungle- World in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht. In dem Artikel heißt es unter anderem:
Wenn diese Entwicklung weiter fortschreitet, werden künftig immer mehr Menschen trotz Vollbeschäftigung in Armut leben. Wenn die Rot / Grüne Bundesregierung mit ihren Gesetzesänderungen in 2004 Verbesserungen im Sinn hatte, dann wohl nicht zum Wohle der ArbeiterInnen. Vollbeschäftigung zu immer schlechter werdenden Bedingungen? Die Antwort kann nur lauten: "Nein danke!". Alle statt wenige müßen an den Gewinnen teilhaben! Eine andere Welt ist möglich! Weitere Texte und Artikel Neuere Artikel
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Seit den Gesetzesänderungen der Rot / Grünen Bundesregierung im Jahre 2004 boomen Zeitarbeitsfirmen wie nie zuvor- zum leidwesen der ArbeiterInnen in der BRD, wie die nun folgende Reportage einmal mehr beweißt. Ungefähr die Hälfte der in 2006 neugeschaffenen Stellen sind in der Zeitarbeits- Branche entstanden. Vor der Gesetzesänderung durften ZeitarbeiterInnen nicht länger als 12 Monate am Stück in einem Unternehmen beschäftigt werden. 