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Fight Fascism 2007 in Stolberg: Übergriffe auf BesucherInnen E-Mail
Samstag, 1. September 2007

ImageMit rund 400 BesucherInnen, die ein friedliches Zeichen gegen den aufkeimenden Rechtsextremismus in der Region Aachen / Düren gesetzt haben, war das Fight Fascism 2007 - Antifa Festival -, welches zum insgesamt 7. mal in Folge in Stolberg stattgefunden hat- ein voller Erfolg. Neben der musikalischen Untermalung (Longing for tomorrow, True False, Absent without leave, Masons Arms) präsentierten mehrere Gruppen- darunter die FAU- Aachen- ihre Arbeit, sowie ausgewählte Broschüren, Bücher, T- Shirts, etc., an Informationsständen.

Am frühen Sonntag morgen- ca. eine Stunde nach dem offiziellen Ende des Konzertes- ist es zu einem Überfall auf BesucherInnen der Konzertveranstaltung gekommen. Diese saßen nach dem Ende der Veranstaltung vor der Tür des Veranstaltungsortes und warteten darauf, von ihren Angehörigen abgeholt zu werden.

Laut Aussagen der VeranstalterInnen und den Menschen, die von dem Überfall betroffen waren, handelte es sich bei den AngreiferInnen um Neonazis. Ungefähr 15 bisher unbekannte TäterInnen sind mit Knüppeln und Baseballschlägern bewaffnet auf eine Gruppe von ungefähr 15 jugendlichen Menschen losgestürmt und haben auf sie eingeprügelt. Die Angreifer betitulierten ihre "Opfer" u.a. mit dem Wort "Zecken".

Der Überfall ereignete sich in einem so rasanten Tempo (Hit & Run), dass weder die anwesenden PolizistInnen, noch die im Inneren des Veranstaltungsortes mit dem Abbau beschäftigten AntifaschistInnen, eingreifen konnten.

Die Bekleidung und die Art des Auftretens lässt darauf schließen, dass es sich bei den AngreiferInnen um Neonazis bzw. sog. "Autonome NationalistInnen" gehandelt hat.

Es ist bereits in früheren Jahren immer wieder zu Übergriffen auf Menschen gekommen, die in der Region Stolberg gegen Rechtsextremismus ein Zeichen gesetzt haben.

Der in der Nähe des Veranstaltungsortes lebende Aachener Kreisvorsitzende der NPD, Willibert Kunkel, hält regelmäßig Gegenveranstaltungen zu dem Antifakonzert ab, die von ca. 20- 50 Neonazis besucht werden.

Offiziell gilt es derzeit als unklar, ob die AngreiferInnen mit der "Party" auf dem Gelände des NPD-Kreisvorsitzenden Willibert Kunkel in Verbindung stehen.

Die Polizei ist normalerweise mit Einsatzhundertschaften vor Ort, um die BesucherInnen beider Veranstaltungen voneinander zu trennen. Nach dem die Lage nach dem Ende beider Veranstaltungen von dem Einsatzleiter der Polizei als "ruhig" eingestuft wurde, verblieben nur noch wenige Polizeikräfte vor dem Jugendheim in Stolberg-Münsterbusch.

Von den VeranstalterInnen des Antifa-Konzertes wird zu den aktuellen Vorfällen eine Stellungnahme vonseiten der Polizei gefordert.

[...] von der Polizei und den politisch Verantwortlichen [gefordert] die Umstände der groben Fehleinschätzung der neofaschistischen Gefahr zu ermitteln und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Neben leichteren Blessuren und Hautabschürfungen mussten 3 der "Opfer" des Übergriffs im Krankenhaus behandelt werden- darunter ein 15- und ein 18- jähriges Mädchen.

Der Angriff u. a. auf 2 junge Frauen kann unter vernunftsbegabten Menschen nur als feige und würdelos eingestuft werden- und dokumentiert wieder einmal deutlich, um welchen Schlag Menschen es sich bei den AngreiferInnen handelt. 

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal auf die geplante Veranstaltung am 22.09.2007 gegen die NPD-Demo in Düren hinweisen.

Quellen: Klarmann, Indymedia, Polizei Aachen

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