Maastricht. Das große 3-tägige Festival der Maastrichter HausbesetzerInnen-Szene mit über 70 Bands, DJs, VJs usw.
sollte an diesem Wochenende auf insgesamt vier Bühnen stattfinden. Ausserdem sollten Workshops, Ausstellungen und
Theateraufführungen das Gesamtprogramm abrunden.
Als Veranstaltungsort sollte das Landbouwbelang dieser Unternehmung Platz bieten. Das Landbouwbelang ist ein seit 2002 besetztes Fabrikgebäude mitten in
Maastricht, das sich als "kultureller Freihafen und Brutplatz" versteht.
Das ganze war als Non-Profit Veranstaltung ausgelegt und somit als Gegenentwurf zu den vielen überteuerten kommerziellen Kultur-Veranstaltungen und Festivals dieses Sommers geplant, die sich viele Menschen mittlerweile kaum noch leisten können.
Doch die Behörden in Maastricht legten den VeranstalterInnen immer neue Steine in den Weg. Wegen angeblicher Sicherheitsbedenken wurde das Festival nicht genehmigt. Die VeranstalterInnen vermuten, dass große Ansammlungen radikaler Gruppen verhindert werden sollen, weil am gleichen Wochenende in Utrecht zu G8-Protesten aufgerufen wurde.
Aus der VeranstalterInnen Info:
Hallo Ihr alle,
unglücklicher Weise müssen wir euch mitteilen, dass das KRAAK-Festival dieses Wochenende nicht stattfindet. Vor wenigen Tagen teilte uns der Maastrichter Bürgermeister mit, dass wir das Festival nicht veranstalten dürfen. Und zwar aus folgenden (dummen) Gründen:
- Es finden verschiedene Veranstaltungen an diesem Wochenende in der Stadt statt und sie befürchten, dass nicht genug Polizei verfügbar ist bei Notfällen oder Problemen.
- Der andere Grund, weshalb es nicht genug PolizistInnen gibt, ist dass die viel Zeit mit Problemen mit den sogenannten Drugrunners verbracht wird, sodass für unser Festival kein Zeitbudget übrig bleibt.
- Am selben Wochenende findet in Utrecht ein Festival namens "Days of Rage" (Tage der Wut) statt (zum G8-Treffen in Japan). Der Stadtrat befürchtet, dass radikale Gruppen runter nach Maastricht zum Festival reisen und Chaos verbreiten könnten.
Seit einigen Wochen ging es um Sicherheitsfragen wegen des draußen stattfindenden Teils des Festivals. Wir machten eine Reihe Lösungsvorschläge (andere Orte, Zäune, Sicherheitsleute usw.), aber das alles genügte ihnen nicht. Ihre Entscheidung teilten sie uns erst sehr spät mit. Wir versuchten sogar, das Festival in andere Städte in der Umgebung zu verlegen, aber so kurzfristig war das dort nicht möglich.
Natürlich sind wir sehr enttäuscht und verärgert wegen dieser Entscheidung. Wir haben bis zuletzt (jetzt) gekämpft, um das Festival zu ermöglichen, aber nun sind uns keine Möglichkeiten mehr geblieben.
Es wird ein Festival wie dieses wieder geben, aber ein noch besseres! Außerdem wird es in diesem Jahr noch viele kleinere Events im Landbouwbelang geben. Wir möchten euch allen für eure Unterstützung danken und hoffen, dass ihr das nächste Mal dabei seid! Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, nehmt Kontakt zu uns auf!
Grüße
Kees und Jos
Redigierte Info aus Zeitgründen teilweise bei Z-AC geklaut.
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