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Freitag, 19. September 2008 |
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Heute vor 50 Jahren - am 19. September 1958 - starb der Anarchosyndikalist, Buchbinder, Verleger und Autor zahlreicher Artikel, Aufsätze und Bücher in Crompond bei New York. Rudolf Rocker gilt als bedeutender Theoretiker des Anarchosyndikalismus, der die
revolutionäre Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft in
gewerkschaftlicher Selbstorganisation zum Ziel hat. Zu Rockers WeggefährtInnen zählen u.a. Milly Witkopp-Rocker (Rudolf Rockers Lebensgefährtin und Mitbegründerin des Syndikalistischen Frauenbundes, einer Unterorganisation der FAUD), Emma Goldman, Errico Malatesta, Francisco Ferrer oder Pjotr Kropotkin.
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Montag, 15. September 2008 |
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Laut einer in Dublin veröffentlichten Studie der EU-Agentur zur Verbesserung der Lebens- und
Arbeitsbedingungen steht nun fest: Die in Deutschland arbeitenden LohnsklavInnen liegen im europäischen Rennen um die längste reale Wochenarbeitszeit auf den vorderen Rängen. In kaum einem anderen Land der Europäischen Union wird so lange
gearbeitet wie in Deutschland.
Die Studie in Zahlen
Die hiesigen Lohnabhängigen kamen im vergangenen Jahr im Schnitt auf 41,1 Arbeitsstunden pro Woche. Dies ist ein Anstieg von 3,3 Wochen-Arbeitsstunden in den vergangenen 5 Jahren. Die in Tarifverträgen vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt hierzulande allerdings nur bei 37,6 Stunden. Als Begründung für die über Durchschnitt geleistete Arbeitszeit wird in dem Bericht der Ausstieg von immer mehr Unternehmen aus der tariflichen Bindung genannt. Des weiteren verpflichten immer mehr Chefs ihre Angestellten zu Überstunden.
Deutschland
belegt der Studie zufolge bei der Länge der Wochenarbeitszeit unter den
28 im Vergleich berücksichtigten europäischen Ländern gemeinsam mit
Österreich Platz fünf. Länger gearbeitet wird nur noch in Bulgarien,
Rumänien, Großbritannien und Tschechien. Die kürzeste Arbeitswoche
haben Italien mit 38,4 und Frankreich mit 37,7 Stunden. Im Durchschnitt
ist die tatsächliche Wochenarbeitszeit in den EU-Staaten mit 40 Stunden
gut eine Stunde kürzer als in Deutschland.
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Samstag, 13. September 2008 |
Die MacherInnen des Teilchenbeschleunigers (LHC) im schweizerischen Großforschungsinstituts CERN haben keine Kosten und Mühen gescheut und eine Webcam installiert. Liveübertragen werden Bilder aus dem Large Hadron Collider (deutsche Bezeichnung: Großer Hadronen-Speicherring). Trueten meint, da könne wenig schief gehen, weil die quasi ErfinderInnen des Internets schon wissen was sie tun. Aber seht selbst ...zur Webcam.
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Freitag, 29. August 2008 |
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Wie bereits angekündigt, fällt das Fight Fascism- Festival im August diesen Jahres in Stolberg aus. Über die Gründe, die die VeranstalterInnen zur Absage bewegt haben, hatten wir gestern bereits kurz berichtet. Im nun folgenden Abschnitt dokumentieren wir die ausführliche Erklärung der HauptorganisatorInnen, den Vertretern der Gruppe Z
(Stolberg) und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Aachen.
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Freitag, 29. August 2008 |
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Es geht Bergauf mit der Vollbeschäftigung in Deutschland. So oder so ähnlich titeln Medien dieser Tage Berichte über steigende Vollbeschäftigung und sinkende Erwerbslosenzahlen, die "uns" von der Bundesagentur für Arbeit statistisch Aufbereitet für den Monat August im Jahre 2008 vorgelegt wurden.
Die Redakteure der Tagesschauf schreiben beispielsweise auf ihrer Webseite:
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August wie für die
Jahreszeit üblich leicht gesunken. Im zu Ende gehenden Monat seien
3,196 Millionen Arbeitslose registriert gewesen, teilte die
Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit. Dies seien 14.000
weniger gewesen als im Juli und 510.000 weniger als im August vor einem
Jahr. Es ist der niedrigste Stand in einem August seit 16 Jahren. Die
Arbeitslosenquote sei um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent gesunken.
BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt bewertet die aktuellen Zahlen wie folgt:
Die positive Grundtendenz am Arbeitsmarkt hält an. Von der Abschwächung der
konjunkturellen Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt bisher
unbeeindruckt.
Wie die Realität vieler LohnsklavInnen tatsächlich aussieht, macht folgendes Stellenangebot einer Berliner Bäckerei deutlich. Mit einem freundlichen Lächeln am Arbeitsplatz bei einem ungefähren Arbeitslohn von 2,75 € pro Stunde:
Ich suche dringend eine Verkäuferin für Backwaren und Foodangebote,
eine Verkäuferin , die wirklich noch Lust und Freude daran hat arbeiten
gehen zu dürfen um etwas nützliches zu leisten. Die Anstellung ist
unbefristet für eine Beschäftigung auf 165,00€ Basis. Besonders gut
geeignet für einen Zuverdienst bei Arbeitslosigkeit und für Hartz 4.
Angedacht sind ca. 15. Std. wöchentlich. Sie sollten ehrlich, unbedingt
zuverlässig und ein sauberes angenehmes Äußere haben sowie ein Lächeln
ohne Zahnlücken.
Der Elementarteile-Blog, über den wir auf dieses Stellenangebot aufmerksam geworden sind, wünscht den BesitzerInnen die Pleite, ein kinderreiches Privatleben mit sich anschliessender Arbeitslosigkeit. Diesem Wunsch schliessen wir uns an.
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Mittwoch, 27. August 2008 |
Das ursprünglich für das kommende Wochenende geplante Fight Fascism- Festival in Stolberg muß zu unserem großen Bedauern in diesem
Jahr wegen unerfüllbarer Auflagen seitens Polizei und Ordnungsamt
leider abgesagt werden.
Trotz des kurzfristig gelösten Raumproblems - das Jugendheim im Stolberger Stadteil Münsterbusch, welches in den vergangenen Jahren Raum für das Fight Fascism- Festival bot, wurde wegen baulicher Mängel kurzfristig und völlig Überraschend für die Öffentlichkeit gesperrt - stellen sich die Behörden nun queer. Die Auflagen, die unter anderem einen professionellen Security-Dienst und zahlreiche OrdnerInnen zur Überwachung der an den Veranstaltungsort angrenzenden Umgebung vorschreiben, sind als Folge von Provokationen und Attacken
durch Neonazis in den vergangenen Jahren gegen das Konzert und deren BesucherInnen zu sehen.
Trauriger "Höhepunkt" im vergangenen Jahr war der Angriff von rund 15 vermummte Schlägern, die Jugendliche nach Konzertende mit Knüppeln
attackierten. Drei Menschen - darunter ein 15- und
ein 18- jähriges Mädchen - mußten im Krankenhaus medizinisch behandelt werden.
Aufgrund der Kürze der Zeit, bleibt keine
Möglichkeit, rechtlich gegen die Auflagen vorzugehen. Die für den selben Tag geplante Ersatzveranstaltung wurde nun auch abgesagt. Festzuhalten bleibt allerdings: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In den nächsten Tagen folgt eine offizielle Stellungnahme von Seiten der OrganisatorInnen.
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Freitag, 22. August 2008 |
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Heute jähren sich die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen zum sechzehnten Mal. In der Zeit vom 22. - 26. August 1992 griff ein Mob, bestehend aus normalen Deutschen und
offen auftretenden Neonazis, über mehrere Tage hinweg unter den Augen
der Polizei das Sonnenblumenhaus, eine sog. “zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber”, und ein angrenzendes Wohnheim für vietnamesische VertragsarbeiterInnen mit Molotow-Cocktails und Steine an.
The truth lies in Rostock
Die Videoproduktion „The Truth lies in Rostock“ ist eine ca. 81-minütige Montage von
Videomaterialien, gedreht aus den angegriffenen Häusern, aus Interviews
mit AntifaschistInnen, den vietnamesischen VertragsarbeiterInnen, der
Polizei, mit Bürokraten, Neonazis und Anwohnern. Sie entstand 1993 unter
maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der
Geschehnisse in Rostock-Lichtenhagen im attackierten Wohnheim
befanden. Die Produktion zeichnet sich vor allem durch ihren
authentischen, kritischen Charakter aus.
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Mittwoch, 13. August 2008 |
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Gegen 4 TeilnehmerInnen einer antifaschistischen Demonstration, die am
27. März dieses Jahres in Aachen stattfand und von ca. 30 teilweise bewaffneten Neonazis angegriffen wurde erhebt die Aachener Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt.
Die Soli-Demo, an der sich etwa 260 Menschen beteiligten, richtete sich gegen einen
Angriff auf die Wohnung eines Antifaschisten, der seit Monaten von lokalen Neonazis bedroht wird [siehe u.a. auch: Angriffe von Neonazis an Fettdonnerstag auf dem Aachener Marktplatz].
Im folgenden Abschnitt dokumentieren wir die Presseerklärung des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Aachen zur Anklage gegen die 4 AntifaschistInnen.
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