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Zitat des Tages und der Nacht

 

Um das Prinzip des Staates zu treffen, ist es besser, zu sagen, dass es nicht den Staat sondern lediglich eine Durchstaatlichung gibt, da das Staatliche über (durchaus vielfältige) Herrschaftsdiskurse pro- und reproduziert wird ...  Der Staat ist nicht ein fremdes Monster dem entflohen oder das gezähmt werden muß. Er ist überall, beginnend bei uns selbst ...

Gabriel Kuhn 

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Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr in 2008 und 2009 E-Mail
Freitag, 4. Januar 2008
Vorraussichtlich am 17. Januar 2008 ist es mal wieder soweit: Bus- und Bahnfahren wird in der Region Aachen für einige BenutzerInnengruppen teurer. Dann trifft sich nämlich der Verkehrsausschuss in seiner Eigenschaft als Beirat des AVV (Aachener Verkehrsverbund) und soll gleich zwei Preiserhöhungen beschließen. Die Begründung ist mal wieder sehr einfach, schuld sind nämlich in erster Linie die Anderen: Bund und Land NRW streichen ihre Zuschüsse für den ÖPNV immer mehr zusammen, gleichzeitig steigen die (Energie-)Kosten rapide. Im Klartex lautet die Empfehlung: ab 1. April 2008 steigen die Preise um durchschnittlich 4,64 Prozent. Ein Jahr später wird erneut in die Tasche der BürgerInnen gelangt. Dann gibt es Preiserhöhungen um 3,95 Prozent.


Die Preiserhöhungen treffen aber nicht alle Menschen im gleichem Masse. Der Preis für das sog. School&Fun-Ticket wird von derzeit 21 € auf 23 € in 2008 erhöht. In 2009 wird der Preis nochmals um 2 € angehoben, womit das Ticket dann 25 € kosten wird. 

In der Begründung heisst es, das gerade im Ausbildungsverkehr in der Vergangenheit Zuschüsse massiv gestrichen worden sind. Hinzu kommt die Alljährlich übliche Preisanpassung für SchülerInnenkarten. Der Bartarif Erwachsene Kurzstrecke soll (erst) ab 2009 eine moderate Erhöhung erfahren. Von derzeit 1,50 € wird um 5 Cent auf 1,55 Euro angepasst. 

Zukunftsvision 

Generell wird dem ÖPNV eine wachsende Bedeutung für die Zukunft prophezeit, weil Mobilität immer wichtiger werde, die Fortbewegung per Kfz («zu jeder Zeit an jedem Ort») aber zunehmend an ihre Grenzen stoße.

Das halten wir allerdings für sehr fraglich! Denn schon jetzt kostet eine einfache Hin- und Rückfahrt (bspw. 3 bzw. 6 Stationen innerhalb des Aachener Stadtgebietes) mehr als ein 2-3 Stunden im Parkhaus. Die aktuelle Preisgestaltung  und die Debatte um höhere Beförderungspreise bietet für AutofahrerInnen also wenig anreiz, auf den Bus umzusteigen (natürlich einmal abgesehen vom Umweltaspekt. Der "moderne Mensch" ist aber leider für gewöhnlich ein faules Tier).

Auch im Hinblick auf die explodierenden Preise im Bildungswesen, die ständig wachsenden Erziehungskosten und keine Verbesserungen (eher im Gegenteil) im Lohn- und Gehaltssektor von ArbeiterInnen lassen die Debatte um Preiserhöhungen im ÖPNV wie einen schlechten Scherz erscheinen. Denn: Bewegungsfreiheit, die auch eng mit der Aufrechterhaltung von bspw. sozialen Kontakten verknüpft ist, ist ein Grundbedürfnis aller Menschen und muß erschwinglich sein und bleiben!

Freihe Fahrt für alle! 

Quelle: Aachener Nachrichten  



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