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Freitag, 18. April 2008 |
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Für den 26. April 2008 planen NPD und sog. Freie Kameradschaften eine erneute 'Demonstration' in Stolberg. Es wäre der 3. Aufmarsch innerhalb von nur 3 Wochen in dem hauptsächlich von MigrantInnen bewohnten Stolberger Stadteil Mühle.
Zuletzt sind am 12. April 2008 etwa 700 - 800 Neonazis durch Stolberg gezogen. Angemeldet hatte den Aufmarsch der Hamburger Neonazikader Christian Worch.
An migrantischen Einrichtungen, von MigrantInnen bewohnten Häusern, an
Gemüseläden und Geschäften skandierten Neonazis Parolen wie: "Kein
Vergeben, kein Vergessen, Türken haben Namen und Adressen", "Wir kriegen euch Alle". Noch
deutlicher werden ihre Vernichtungsphantasien in Internetforen, in
denen Vergasung („INS GAS MIT DEM GANZEN AUSLAENDER UNGEZIEFER -
RADIKAL UND GNADENLOS“), brennende Häuser und weitere Mordgedanken
propagiert werden.
Der "Trauermarsch" wird aktuell bundesweit beworben, um den
Tod eines mutmaßlichen Sympathisanten - er wurde wahrscheinlich Opfer
eines nicht politisch motivierten Mordes - (die Ermittlungen der
Polizei und Staatsanwaltschaft dauern derzeit noch an) zu
instrumentalisieren.
Aktivitäten gegen den geplanten Aufmarsch der NPD am 26. April in Stolberg
Eine Gegendemo, die am selben Tag um 9 Uhr auf dem Stolberger Kaiserplatz startet, wird von vielen Menschen aus einem breiten Bündnis
antifaschistischer Organisationen und Initiativen getragen.
Zudem ist ein Nachbarschaftstreffen unter dem Motto "Stolberg ist bunt - nicht braun!" angemeldet, um das Interesse an einem gemeinschaftlichen und solidarischen Zusammenleben Aller öffentlich zu bekunden. Organisiert wird das Fest von einer Gruppe Stolberger Bürgerinnen und Bürger.
Das Nachbarschaftsfest ist von 10:00 - 20:00 Uhr angemeldet. Wer durch kulturelle Beiträge das Fest unterstützen möchte, kann sich unter der Nummer 02402/ 9976614 an einen der Organisatoren wenden.
Update zum geplanten Nachbarschaftsfest
Die Eschweiler Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis“ (BI)
informiert über eine bedauerliche und unverständliche Entwicklung. Die
Proteste der Bürger gegen den Naziaufmarsch, am Samstag in Stolberg,
werden durch die Polizeibehörde massiv behindert: Am Mittwoch (24. April) hat die Polizei dem Anmelder des Nachbarschaftsfestes "Stolberg Bunt statt Braun" die Durchführung am 26. April untersagt. Diese Entscheidung wurde zunächst mündlich mitgeteilt, die Begründung
im Wortlaut liegt derzeit noch nicht vor. Die Polizei hegt scheinbar Sicherheitsbedenken, da das Fest im abgesperrten Stadtteil
Mühle unmittelbar an den Ort der NPD-Kundgebung angrenzen sollte. Teile der OrganisatorInnen rufen Stolbergs BürgerInnen derweil dazu auf, sich an den u.a. in diesem Artikel dokumentierten Gegenprotesten anzuschließen.
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Montag, 14. April 2008 |
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Am Sonntag vor der Karlspreisverleihung befasst sich die kritische
Veranstaltungsreihe mit einem der finstersten Aspekte der Europäischen
Union, den menschenverachtenden Zuständen an den EU-Außengrenzen.
"Europa – ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts? Auch
für Flüchtlinge?" heißt eine zweigliedrige Veranstaltung zur
Migrationspolitik der EU.
Film: Zusammenprall der Zivilisationen
Im ersten Teil wird der Film "Zusammenprall der Zivilisationen"
vorgeführt, der sich mit den Vorkommnissen in der spanischen Exklave Melilla
an der marokkanischen Mittelmeerküste befasst. Melilla ist umgeben von
hohen Zäunen. Von August bis Oktober 2005 haben Hunderte Flüchtlinge
versucht, mit selbstgebauten Leitern die drei bis sechs Meter hohen
Zäune zu überwinden. Mindestens 14 Menschen kamen dabei durch Stürze
oder getötet von Schüssen oder Schlägen der Grenzer ums Leben. Viele
wurden ohne Anhörungsverfahren illegal nach Marokko zurückgeschoben.
Die spanische Kinderrechtsorganisation Prodein hat Misshandlungen und
illegale Abschiebungen mit diesem Film dokumentiert.
Vortrag: Aram Ziai über die europäische Migrationspolitik
Im zweiten Teil der Veranstaltung referiert der Politolige Aram Ziai
über die europäische Migrationspolitik. Die Europäische Union solle
Europa angeblich zu einem Raum der Freiheit, der Sicherheit und des
Rechts machen. Ein Blick auf die Migrationspolitik der EU lasse
allerdings Zweifel daran aufkommen, heißt es in der
Veranstaltungsankündigung. Für Flüchtlinge bedeute der europäische
Einigungsprozess schärfere Grenzkontrollen, restriktivere Asylpolitik
und immer höhere Mauern, die es zu überwinden gilt. Die neu geschaffene
Grenzschutzagentur FRONTEX sorge dafür, dass MigrantInnen mittlerweile
auf immer gefährliche Routen über das Mittelmeer ausweichen müssen.
Dabei finde eine faktische Vorverlegung der EU-Außengrenzen statt, um
potenzielle Flüchtlinge bereits vor der nordafrikanischen Küste
abzufangen. Um sich vor Flüchtlingen abzuschirmen, schrecke die EU auch
vor menschlich und rechtlich mehr als fragwürdigen Maßnahmen nicht
zurück. Referent Aram Ziai ist zurzeit Gastprofessor der Universität
Wien.
27.04.2008 | 19:00 Uhr | Aula im Welthaus Aachen | An der Schanz 1
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Donnerstag, 10. April 2008 |
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Termin update im 2. Teil und Routen update im 1. Teil beachten!
Am ersten Mai wird Angela Merkel in Aachen mit dem EU-Oscar ausgezeichnet, dem
Internationalen Karlspreis. Nicolas Sarkozy wird ihr Festredner sein.
Eine Laune des Kalenders will es, dass in diesem Jahr der
Arbeiterkampftag mit dem christlichen Himmelfahrtstag zusammenfällt,
dem Tag, an dem der Preis der Eurokratie in Aachen traditionell
verliehen wird.
Das Duo beglückwünscht sich
selbst dazu, die EU nun vollkommen abgeschirmt zu haben von den
sozialen Forderungen der Menschen, die nach einem Ende der Religion
des Freien Marktes in Europa verlangen. Das neue europäische
Herrscherpaar verwandelt den Kontinent in einen Polizeistaat und
würde vermutlich am liebsten die ketzerische Bedeutung des Maifeiertags
samt der anarchistischen und sozialistischen Traditionen Europas
ausradieren.
Aktionen
Unter den Mottos Shutdown Europe und Mayday, Mayday! rufen breite Bündnisse aus AktivistInnen, HackerInnen,
KünstlerInnen, GewerkschafterInnen, migrantische Organisationen,
Schwulen- und Lesbengruppen, kritische RadfahrerInnen,
Medienkreative, radikale Linke aller Farben – rote, schwarze,
grüne, pinke, lilane, silberne – am 1. Mai zu Protesten gegen die Karlspreisverleihung in Aachen auf.
Sammelpunkt für die Shutdown Europe- Demo ist um 9:30 Uhr der Aachener Hauptbahnhof [siehe: Karte]. Diese Auftakt-Demo zieht pünktlich um 10 Uhr in Richtung Elisenbrunnen. Dort trifft sie auf Teile der DGB-Demo um gemeinsam ab 10:45 Uhr zum Marktplatz zu den eigentlichen Karlspreis-Protesten zu ziehen.
Zeitgleich (ab 10 Uhr) plant Attac Aachen eine satirische Aktion unter dem Motto "Mit dem Karlspreis ins Mittelalter", bei der es vom Lindenplatz zum Markt geht (siehe auch: Stadtplan). Es werden noch Mitwirkende in mittelalterlicher Verkleidung gesucht!
Im Anschluss an den Karlspreisprotest startet um 12:30 Uhr die Euro-Maydayparade - Parade der Prekarisierten, MigrantInnen und deren FreundInnen - in der Pontstraße.
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Donnerstag, 10. April 2008 |
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Unter dem Motto:"Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus - Nehmen wir unser Leben in die eigenen Hände" veranstaltet die Fau-Aachen am 9. Mai ein Solikonzert im Autonomen Zentrum Aachen (AZ). Weil der 8. Mai - der eigentliche und offizielle Gedenktag - in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt, feiern wir am 9. Mai nach. Denn: wir wollen es krachen lassen.
Zu diesem Zweck spielen folgende Bands (Reihenfolge zufällig gewählt) auf:
Der Eintrittspreis beträgt 5 € + 2 € Soli (dafür gibts einen schicken UnterstützerInnen-Button). Einlass ist ab 20 Uhr, richtig los mit Live-Mukke gehts ab 21 Uhr. Ende offen, weil DJ legt auf!
Ausserdem:
Alle Einnahmen des Konzerts fliessen in die gewerkschaftliche / politische Arbeit der FAU-Aachen. Was wir so machen könnt ihr auf dieser Webseite nachlesen.
Update: Die Ramones Cover-Band mußte leider absagen. Derzeit stehen wir in Verhandlungen mit einem "Spezial Guest". Lekka veganes
Essen gibts nur für die Bands, weil die VoKü leider auch absagen mußte.
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Mittwoch, 9. April 2008 |
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Die Neonazi-Szene plant am 12.4. einen Aufmarsch in Stolberg, um den Tod eines mutmaßlichen Sympathisanten - er wurde wahrscheinlich Opfer eines nicht politisch motivierten Mordes - (die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft dauern derzeit noch an) zu instrumentalisieren. Stolberg und die Region Aachen soll (nicht zum ersten Mal) zur Pilgerstätte von Nazis werden.
Derweil sprechen sich Angehörige und Freunde gegen die politische Instrumentalisierung des Mordes an dem 19-jährigen aus:
Eindeutig
Position bezogen haben offensichtlich auch die Eltern mit einem Plakat,
das Bilder ihres Sohnes und seines Freundeskreises - «Menschen, nicht
Ausländer, Menschen», heißt der Untertitel - zeigt. «Sieht so ein
Rassist aus?» distanzieren sie sich deutlich von der Einverleibung
ihres Kindes durch die rechte Szene. «Hört auf, über unseren Sohn zu
lügen» und «Lasst unseren Sohn in Frieden ruhen!» lautet ihre
Forderung.
Indes hat sich ein Antifaschistisches Aktionsbündnis formiert um der rechten Hetze entgegenzutreten. Im nun folgenden Abschnitt dokumentieren wir den Bündnis-Aufruf:
Dokumentation des Aufrufs zur Gegendemo am 12.04. des Antifaschistischen Bündnisses Aachen
In den letzten Monaten nahmen Nazi-Aktivitäten in unserer Region ständig zu. Neben NPD und Nazi-Kameradschaften machen sich in der letzten Zeit selbsternannte "Autonome Nationalisten" breit, die durch Kleidung und Symbolik versuchen, linke und alternative Kultur zu kopieren, umzudeuten und zu vereinnahmen. Allen gemeinsam ist ein immer aggressiveres und offensiveres Auftreten.
So kommt es regelmäßig zu rechten Provokationen und Übergriffen. Vorläufige Höhepunkte waren ein Angriff auf die Privatwohnung eines jungen Antifaschisten und ein erfolgloser Angriff von 30-40 Nazis auf eine Antifaschistische Demo am 27.03.2008 in Aachen.
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Samstag, 29. März 2008 |
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Die geschlossenen Flüchtlingsheime stellen eine Beschneidung der
grundlegendsten Menschenrechte dar. Dort wird die Gewalt verharmlost:
Es handelt sich um Abschiebezentren, welche die Ausweisung vorbereiten
und jeden Widerstand gegen sie brechen sollen. So werden dort jeden Tag
Menschen in Isolationshaft und Verliese gesperrt.
Täglich werden am Brüsseler Flughafen, in Abwesenheit jedweder
demokratischen Kontrolle die "Ausreisepflichtigen" in Handschellen
gänzlich eingeschnürt ins Flugzeug geführt, damit sie keinen Widerstand
leisten. Schon mehrfach wurden Schläge, Verletzungen und Beleidigungen
rassistischer Art festgestellt.
Samstag, 19. April | 14.00 Uhr | Place St-Lambert - Lüttich
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Samstag, 29. März 2008 |
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Veranstaltung mit Holger Marcks und Matthias Seiffert (Hg.) im Welthaus Aachen am 19. Mai 2008: Das Buch Die großen Streiks umfasst eine Reihe von bedeutenden und
kämpferischen Streiks des 20. Jahrhunderts, die weitgehend in
Vergessenheit geraten sind. Vom einfachen Lohnkampf bis zum
Generalstreik, vom Erfolg auf ganzer Linie bis zum totalen Fiasko. Das Buch ist hervorgegangen aus einer Artikelserie in der anarchosyndikalistischen Zeitung Direkte Aktion.
Erfasst werden dabei die verschiedenen Phasen und Formen des
Arbeitskampfes im 20. Jahrhunderts. Es werden die Ereignisse und
Entwicklungen dargestellt, die Hintergründe erläutert und durch Porträts der ProtagonistInnen vertieft.
Die geschilderten Arbeitskämpfe stehen
exemplarisch entweder für bestimmte Streikformen oder die
ArbeiterInnenbewegung in einer bestimmten Phase oder Region. Ein
inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den Spannungsfeldern von Basis
und Gewerkschaftsführung und deren (widersprechenden) Strategien.
VeranstalterInnen: ak sub.version, FAU-Aachen, Fachschaft Philosophie (7.1) der RWTH-Aachen, Autonomes Zentrum Aachen
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Samstag, 29. März 2008 |
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Begleitprogramm zu den Karlspreisprotesten. Einer der Höhepunkt des diesjährigen Karlspreis-Protests dürfte die geplante Euromayday-Parade sein, die am ersten Mai mittags stattfinden soll. Was der Euromayday
überhaupt ist, woher er kommt und wozu er veranstaltet wird, ist Thema
einer Informationsveranstaltung am 8. April.
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