Zitat des Tages und der Nacht
Um das Prinzip des Staates zu treffen, ist es besser, zu sagen, dass es nicht den Staat sondern lediglich eine Durchstaatlichung gibt, da das Staatliche über (durchaus vielfältige) Herrschaftsdiskurse pro- und reproduziert wird ... Der Staat ist nicht ein fremdes Monster dem entflohen oder das gezähmt werden muß. Er ist überall, beginnend bei uns selbst ...
Gabriel Kuhn
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| Samstag, 29. März 2008 | |
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Begleitprogramm zu den Karlspreisprotesten. Einer der Höhepunkt des diesjährigen Karlspreis-Protests dürfte die geplante Euromayday-Parade sein, die am ersten Mai mittags stattfinden soll. Was der Euromayday überhaupt ist, woher er kommt und wozu er veranstaltet wird, ist Thema einer Informationsveranstaltung am 8. April. Geschichte des Euromayday Erstmals in 2001 hat ein Netzwerk von italienischen, französischen und katalanischen Aktivisten am 1. Mai zu einer EuroMayDay-Parade aufgerufen, die in Mailand stattfand. Zentrales Anliegen war und ist es, den verschiedenartigsten Formen von Prekarisierung in Arbeit und Leben einen Ausdruck zu geben. Dabei geht es nicht um Repräsentation und/oder Einheitlichkeit, sondern um ein Sichtbarmachen der Vielheit der Wünsche, Lebens- und Kampfformen. Im Zentrum steht dabei Selbstorganisation und Vernetzung. Die Organisation des MayDay am oder um den 1. Mai soll genau dieses Spannungsverhältnis auch symbolisch aufzeigen. 2006 gab es Aktionen am EU-Hauptquartier in Brüssel, 2007 trat ein Euromayday-Superhelden-Block bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm auf. Die Beteiligung am MayDay ist ständig gewachsen. Von 5.000 Leuten 2001 auf 50.000 im Jahr 2003. 2004 waren es schließlich schon 100.000 Demonstranten, die mit ihrer Parade gegen die Prekarisierung von Arbeit und Leben demonstrierten − und zwar mit einer Vielfalt von Aktionen, die über das Format der klassischen Demonstration weit hinausgehen. 2004 fand der MayDay zum ersten Mal auch in anderen Städten Europas statt, neben Mailand war vor allem Barcelona Ort einer ausgedehnten Wiederaneignung der Innenstadt. Das Europäische Sozialforum in London diente schließlich dazu, Bewegung und Prozess des EuroMayDay auf viele weitere Städte (vorwiegend in Westeuropa) aus, unter anderem fanden MayDayParaden in Amsterdam, Barcelona, Berlin, Genf, Hamburg, Helsinki, Jyväskylä, Kopenhagen, L'Aquila, León, Lüttich, London, Lüttich, Mailand, Maribor, Marseilles, Neapel, Palermo, Paris, Sevilla, Stockholm, Tübingen, Wien, aber auch in Tokyo mit vielen tausenden Teilnehmern statt. 2007 soll der EuroMayDay erstmals offiziell Westeuropa verlassen und als MondoMayDay weltweit zur Organisierung Prekarisierter beitragen. Euromayday versteht sich dabei als ein Prozess, der Aktionen und Forderungen voranbringt, um gegen die weit verbreitete Prekarisierung der Jugend und die Diskriminierung von MigrantInnen in Europa und darüber hinaus anzukämpfen. Bei der Informationsveranstaltung in Aachen werden AktivistInnen des Euromayday-Bündnisses aus Lüttich berichten, die ihre Parade in diesem Jahr nach Aachen verlegt haben. Wann? 8. April 2008, 19:30 Uhr Wo? Aula im Welthaus Aachen, An der Schanz 1, 52064 Aachen Weitere Texte und Artikel Neuere Artikel
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