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Anarchie ist Sozialismus und Freiheit in einem. Freiheit ohne Sozialismus besteht aus Privilegien und Sozialismus ohne Freiheit bedeutet Gewalt und Unterdrückung.
(Michail Bakunin)

 

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Festival contre le Racisme vom 31. Mai - 6. Juni in Aachen E-Mail
Donnerstag, 29. Mai 2008

In der Zeit vom 31. Mai - 6. Juni findet in Aachen das festival contre le racisme an unterschiedlichen Orten statt. Präsentiert wird ein vielfältiges Programm welches sich aus politischen Vorträgen, Sport- und Musikveranstaltungen zusammensetzt.

Update

Leider muss die Veranstaltung zur Festung Europa mit dem Europareferent von Pro Asyl - Karl Kopp - ausfallen. Die Austellung im Karman-Auditorium "road closed – Rechtliche Hürden für ausländische Studierende" fällt auch flach, da keine Stellwände bereitgestellt werden wollten.

Über das Festival

Rassismus und Diskriminierung sind auch Themen, welche die Studierenden etwas angehen. Rechtsextreme Übergriffe, wie der auf den jungen Wissenschaftler Ermyas M. in Potsdam am Ostermontag 2006, sind nur die Spitze des Eisberges. Ständig sind ausländische Studierende mit Hürden konfrontiert, die deutschen Studierenden unbekannt sind. Eine diskriminierende AusländerInnengesetzgebung und ein zumindest merkwürdiger Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen sind Alltag. Die Probleme sind vielfältig, aber nicht allen Studierenden bekannt.

Entlehnt ist die Kampagne vom französischen Dachverband der Studierenden (UNEF), der das festival contre le racisme bereits seit über einem Jahrzehnt in Frankreich veranstaltet.

In Deutschland ist das festival contre le racisme eine dezentrale Kampagne, findet also an mehreren Orten gleichzeitig statt. Studierendenschaften und Initiativen vor Ort füllen das Label festival contre le racisme mit Leben, indem sie Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen organisieren, Ausstellungen zeigen, Musikfestivals veranstalten oder sogar ihr Hochschulsommerfest in das festival contre le racisme integrieren. So entstehen Aktionswochen, in denen sich Studierende über Themen wie Rechtsextremismzus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung im Alltag, studentische Verbindungen, Intenationalisierung des Studiums, Flüchtlingspolitik oder die Situation ausländischer Studierender informieren und diskutieren können. 

Veranstaltungen im Rahmen des Festivals

Internationales Fußballtunier

„Du spielst gerne Fussball? Dann darfst du bei unserem Turnier nicht fehlen! Der Spaß steht bei und im Vordergrund. Gespielt wird auf zwei kleinen Feldern (Allwetterplatz und Wiese), außerdem gibt es die Möglichkeit, zwischen dem Spielen Beachvolleyball zu spielen oder einfach nur im Liegestuhl zu entspannen. Damit wir besser planen können, wäre es super, wenn du bald eine Email mit deinem Namen schickst: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Samstag, den 31. Mai 2008; 14-18 Uhr am Königshügel


„Neonazis und Rechtsextremisten in der Region Aachen“ - Vortrag von Michael Klarmann

„Die rechtsextreme Szene in der Region Aachen und Düren gilt seit Jahren als eine der aktivsten in NRW. Die NPD und Neonazi-Gruppen („Kameradschaften“) haben Zulauf. NPD- und DVU-Männer sitzen in Fraktionsstärke im Stadtrat von Stolberg. Die Bundes-NPD feierte 2005 ihren 40. Geburtstag in Stolberg mit 300 Gästen. Die rechtsextreme Szene organisierte gemeinsam mehrere Konzerte und Treffen in der Region. Seit dem Jahr 2002 kam es in Stolberg, Aachen, Düren, Erkelenz und auf dem Soldatenfriedhof Vossenack zu rechten Aufmärschen. In Aachen eskalierte die Gewalt, als rund 30 Neonazis kürzlich eine Antifademo provozierten und attackierten. In Stolberg nutzen Neonazis die von einem Migrantenjugendlichen verübte Tötung eines 19-Jährigen, um das Opfer zum Märtyrer zu stilisieren und innerhalb von einem Monat drei große Aufmärsche abzuhalten. - Der Vortrag soll über die rechten Strukturen vor Ort informieren und Hintergründe zum rechtsextremen Potenzial in der Region liefern. Der Journalist Michael Klarmann (Aachener Nachrichten, Blick nach Rechts, Telepolis, klarmann.blogsport.de u.a.) hat über Jahre zur regionalen Szene recherchiert und informiert über die Strukturen von NPD und „Kameradschaften“, über die rechte Jugendkultur und Rechtsrock.“

Montag, den 2. Juni um 19:30 Uhr in Aachen-Fenster (Buchkremerstraße 2-4)


Film "Die Unerwünschten - Menschen in Abschiebehaft" von Sarah Moll (SWR) mit anschließender Diskussion mit der Büren Gruppe

„Durch die schwäbische Kleinstadt Rottenburg zieht sich die Mauer eines Gefängnisses. Dahinter erstreckt sich das Gefängnisareal für 700 Strafgefangene. Auf dem Hof, umzäunt von hohem Stacheldraht, steht ein Plastikcontainer: die Abschiebehaft Rottenburg. Es ist ein Gefängnis im Gefängnis. Die preisgekrönte Dokumentation (Öngören Preis für Demokratie und Menschenrechte) der jungen Dokumentarfilmerin Sarah Moll berichtet über das Schicksal der 45 Männer in Abschiebehaft. Die widrigen Umstände für die Gefangene ohne Strafanzeige werden im Film dargestellt.

Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion mit Frank Gockel, Vorsitzende des Vereins "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft e.V. Büren" und Aachener Friedenspreisträger 2006.“

Dienstag, den 3. Juni um 19 Uhr im Humboldt-Haus (Pontstraße 41)


Konzert mit Mr. Lofi (electropop) und Offbrain (funky jazzrock) im AZ

Mittwoch, den 4. Juni

Eintritt 3 Euro


Was ist moderner Antisemitismus? - Vortrag von Richard Gebhardt

Bei der Eröffnung des OSZE-Expertenforum "Herausforderungen und Methoden der Bekämpfung des Antisemitismus", warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende Januar in Berlin vor einem "bürgerlichen" Antisemitismus. - Doch gibt es tatsächlich eine „neue“, auch „bürgerliche“ Judenfeindschaft in Deutschland – oder sind die jüngsten Phänomene nicht bloße Wiedergänger des traditionellen Antisemitismus? Und warum erfreut sich die Behauptung, in Deutschland dürfe keine Kritik an der israelischen Politik geäußert werden, einer solchen Beliebtheit? – Im Mittelpunkt des Vortrags steht eine Analyse jener Einstellungen, die jeden Verdacht der Judenfeindschaft vehement zurückweisen, aber gleichzeitig geprägt sind von antisemitischen Stereotypen, Klischees und Vorurteilen. Exemplarisch soll anhand von Fallbeispielen erörtert werden, welche Bedeutung der Antisemitismus über „60 Jahre danach“ noch hat.

Richard Gebhardt ist Politikwissenschaftler an der RWTH Aachen und Herausgeber des Sammelbandes "Rosen auf den Weg gestreut. Deutschland und seine Neonazis" (2007).

Donnerstag, den 5. Juni um 19 Uhr im Hörsaal Fo7 (Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstr. 15)



Textquelle(n): VeranstalterInnen Info



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