Zitat des Tages und der Nacht
Um das Prinzip des Staates zu treffen, ist es besser, zu sagen, dass es nicht den Staat sondern lediglich eine Durchstaatlichung gibt, da das Staatliche über (durchaus vielfältige) Herrschaftsdiskurse pro- und reproduziert wird ... Der Staat ist nicht ein fremdes Monster dem entflohen oder das gezähmt werden muß. Er ist überall, beginnend bei uns selbst ...
Gabriel Kuhn
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| Freitag, 7. Dezember 2007 | |
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„Anarchie!“ - Das deutschsprachige Standardwerk über den Anarchismus von Horst Stowasser, ist im März erschienen und stand bereits im Juni auf Platz 1 der deutschen Sachbuch-Bestenliste. Inzwischen liegt es in zweiter, korrigierter Auflage vor. In einer Mischung aus Lesung und Plauderei wird der Autor das Buch vorstellen und die Zuhörerschaft in die faszinierende Welt der anarchistischen Ideen entführen, von ihren Experimenten und Visionen berichten ebenso wie von ihren Triumphen, Niederlagen und neuesten Projekten und damit Denkanstöße und Anregungen für die anschließende Diskussion geben. „Anarchie ist nicht Chaos, sondern Ordnung ohne Herrschaft. Sie will etwas ganz Neues schaffen: ein Leben, in dem die Freiheit der Menschen obenan steht und nicht die Wirtschaft oder die Arbeit an sich. Das Dasein soll auch Spaß machen. Alles, was getan und geändert werden muss, sollen die Menschen - und zwar alle Menschen! - selbst organisieren. Das, was sie für ein anständiges Leben brauchen, wissen sie selbst am besten und können es auch sehr gut selbst entscheiden. Nicht der Herr, nicht die Wissenschaft oder die Wirtschaft dürfen ihnen ihr Leben vorschreiben. Sie selbst sollen es bestimmen..." schreibt Horst Stowasser, ein bekennender Anarchist und Autor zahlreicher Bücher. "Was ist eigentlich Anarchie?"
Es gibt wohl kaum einen Begriff, der überall auf der Welt derart mißverstanden und fehlinterpretiert wird, wie das Wörtchen "Anarchie". Oft wird es auch ganz bewusst in denunziatorischer Absicht verwendet – und mit Negativem in Verbindung gebracht: Chaos, Terror, Gewalt, Gesetzlosigkeit…
Dabei ist Anarchie im politisch-philosophischen Sinne als ein System der Ordnung zu verstehen – einer Ordnung jedoch, die die Herrschaft des Menschen über den Menschen überflüssig macht. Der Anarchismus als soziale Utopie der Solidarität und der gegenseitigen Hilfe – schon tausendmal totgesagt und noch immer lebendig – fasziniert auch heute noch Menschen, denn seine Botschaft ist angesichts der wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Sackgassen, in denen wir uns befinden, aktueller denn je. Hinweis auf unsere Veranstaltungsreihe: Lesungen und Vorträge zum Thema: Leben ohne Herrschaft? Anarchismus und radikale Demokratie.
VeranstalterInnen (Reihenfolge zufällig gewählt) sind:
FAU-Aachen, AK Sub.Version, die Fachschaft Philosophie (7/1) der RWTH-Aachen und das Autonome Zentrum.
Die Veranstaltungen findet am 11.01.2008 im Welthaus in Aachen (An der Schanz 1) statt. "Einlass" ist um 19:30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Der Eintritt ist Kostenlos. Um Spenden zur Refinanzierung der Veranstaltungen wird gebeten. Unser Plakat zur Veranstaltungsreihe im PDF-Format: Download Während der Veranstaltung wird der Büchertisch der Fau Aachen aufgebaut sein. Weitere Infos zu unserem Büchertisch gibts hier: klick mich! Weitere Texte und Artikel Neuere Artikel
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